15. Oktober 2021, 21:27 Uhr

2G für viele Läden kein Thema

15. Oktober 2021, 21:27 Uhr
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Von DPA

- Für vier von fünf Handelsbetrieben in Hessen ist das sogenannte 2G-Modell einer Umfrage zufolge keine Option. Lediglich Unternehmen mit beratungsintensiven Sortimenten - wie Brautmoden- und Fotofachgeschäfte oder Optiker - können sich mehrheitlich vorstellen, nur noch Corona-Geimpfte und Genesene in ihren Läden zu empfangen. Das geht aus einer am Freitag abgeschlossenen Befragung des Handelsverbands Hessen unter seinen Mitgliedern hervor. Daher werde die überwiegende Mehrzahl der Händler »den täglichen Zugang wie gewohnt umsetzen«, sagte eine Sprecherin in Frankfurt.

So ist etwa für die hessische Supermarktkette Tegut nach eigener Darstellung 2G aktuell »kein Thema«. Man sehe nicht die Notwendigkeit, an den Hygienekonzepten der Märkte etwas zu ändern. »Wenn sich jemand - aus welchen Gründen auch immer - nicht impfen lassen möchte, bleibt er ein Teil unserer Gesellschaft und darf nicht beim Lebensmitteleinkauf ausgegrenzt werden«, sagte ein Sprecher in Fulda.

Erwartung des Landes erfüllt

Auch die Edeka-Märkte bleiben »weiterhin für alle Kunden offen«, teilte die Zentrale in Hamburg mit. Die in dem genossenschaftlichen Verbund organisierten Kaufleute entscheiden allerdings eigenständig über alle Maßnahmen.

Die Umfrage des Handelsverbands deckt sich weitgehend mit der Einschätzung der Landesregierung. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte zum Start der bis zum 7. November verlängerten Verordnung gesagt, er gehe davon aus, dass Geschäfte des alltäglichen Bedarfs wenig Gebrauch von dem Optionsmodell machen. Hessen hat am Dienstag das 2G-Optionsmodell auf den gesamten Einzelhandel ausgeweitet. Bis dahin war das Zugangsmodell im Handel ausschließlich bei Veranstaltungen erlaubt. dpa



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