06. März 2020, 22:06 Uhr

Angeklagte bestreiten Vorwurf

06. März 2020, 22:06 Uhr
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Von DPA

- Achteinhalb Jahre nach der Tat müssen sich seit Freitag zum zweiten Mal fünf Männer wegen des Vorwurfs einer gemeinsam begangenen Vergewaltigung einer Frau vor dem Landgericht Frankfurt verantworten.

Der Anklage zufolge wurde die damals 38-Jährige im September 2011 in einer Holzhütte an einem Spielplatz in Schwalbach (Main-Taunus-Kreis) zu sexuellen Handlungen an allen Angeklagten gezwungen. Später offenbarte sie sich der Polizei und beschuldigte die damals zwischen 15 und 18 Jahre alten Männer.

Sexuelle Dienste für Marihuana?

Ein erster Prozess musste im Sommer 2018 abgebrochen werden, weil zur Glaubwürdigkeit der Aussage des Opfers ein zusätzliches Gutachten erforderlich wurde. Die Angeklagten hatten seinerzeit jede Gewaltanwendung bestritten und die Ereignisse in dem Holzhaus stattdessen als einvernehmliche Begegnung dargestellt. Die Frau habe sich mit sexuellen Diensten dafür erkenntlich gezeigt, zuvor von den Männern mit Marihuana versorgt worden zu sein. Auch zu Beginn des zweiten Prozesses machten die Angeklagten ähnliche Aussagen. Die Jugendstrafkammer hat vorerst fünf weitere Verhandlungstage bis Ende April terminiert.

Zunächst soll auch das mutmaßliche Opfer noch einmal im Zeugenstand aussagen. Die zentrale Rolle in dem Prozess spielt allerdings ein sogenanntes aussagepsychologisches Gutachten. dpa



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