27. Februar 2019, 11:39 Uhr

Marburg

Baby tot: Säugling erliegt schweren Verletzungen - Haftbefehl gegen 17-Jährigen aus Marburg

Ein 17-Jähriger aus Marburg soll ein wenige Wochen altes Mädchen schwer misshandelt haben. Nun ist der Säugling verstorben.
27. Februar 2019, 11:39 Uhr

Aus der Redaktion , 1 Kommentar
(Foto: dpa/Symbolbild)

Ein 17-Jähriger soll ein Baby in Marburg lebensgefährlich verletzt haben und sitzt deswegen in Untersuchungshaft. Nun meldet die Staatsanwaltschaft: Das wenige Wochen alte Mädchen ist verstorben.

Was war passiert? Am 20. Februar wurde ein wenige Wochen alter Säugling mit massiven inneren und äußeren Verletzungen in ein Marburger Krankenhaus eingeliefert. In diesem Zusammenhang ermittelte die Staatsanwaltschaft Marburg zusammen mit der Kriminalpolizei Marburg bereits seit dem 20. Februar wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Im Zuge der ersten Ermittlungen wurde der 17-jährige Lebensgefährte der Kindsmutter festgenommen, bei dem es sich nicht um den Vater des Kindes handelt. Der Beschuldigte befindet sich seit dem 22. Februar in Untersuchungshaft.

 

Marburg: Misshandeltes Baby erliegt seinen Verletzungen

Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte, der sich bereits in der Vergangenheit an der Betreuung des Säuglings beteiligt hatte, am 20. Februar in der von einem freien Träger zur Verfügung gestellten Wohnung der 18-jährigen Kindsmutter in Marburg auf verschiedene Weise gewalttätig auf den Säugling eingewirkt hat. Das wenige Wochen alte Mädchen erlitt dadurch unter anderem schwerste Kopfverletzungen.

 

Marburg: 17-Jähriger nicht der Vater des Babys

Trotz Verständigung von Rettungskräften durch die Kindsmutter und anschließender intensivmedizinischer Behandlung des Säuglings erlag dieser nun seinen schweren Kopfverletzungen. Die weiteren Ermittlungen werden nunmehr wegen des Verdachts des Totschlags sowie der Misshandlung Schutzbefohlener geführt.

Die Ermittlungen zum genauen Tathergang dauern derzeit an. In diesem Zusammenhang hat die Staatsanwaltschaft umfangreiche rechtsmedizinische Untersuchungen veranlasst. Weitere Auskünfte in diesem Verfahren erteilt ausschließlich die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Marburg, Tel. 06421- 290 221. Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten seitens des freien Trägers oder des Jugendamtes, das die Kindsmutter unterstützte, haben sich im Zuge der Ermittlungen nicht ergeben.

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