16. September 2019, 19:47 Uhr

Brutale Attacke gegen Fan

16. September 2019, 19:47 Uhr

Vor dem Landgericht Marburg hat am Montag der Revisionsprozess gegen zwei Fußballfans begonnen, die den Anhänger eines anderen Bundesligisten lebensgefährlich verletzt haben sollen. Zum Auftakt der Verhandlung räumten die Angeklagten nach Angaben eines Justizsprechers das äußere Tatgestehen ein - bereits im ersten Prozess 2018 hatten sie Tritte und Schläge gestanden.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden vor, den damals 22 Jahre alten Mann im Juli 2017 bei einem Volksfest im mittelhessischen Gladenbach (Kreis Marburg-Biedenkopf) brutal geschlagen und getreten zu haben, weil dieser Anhänger eines rivalisierenden Fußballvereins war.

Die Angeklagten sind laut Staatsanwaltschaft Schalke-Fans, das Opfer Anhänger von Borussia Dortmund. Der junge Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und bleibende Schäden. Das Landgericht Marburg hatte die damals 20 Jahre alten Angeklagten im Februar vergangenen Jahres zu jeweils viereinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt - wegen versuchten Mordes, schwerer sowie gefährlicher Körperverletzung. Sowohl die Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft hatten die Entscheidung nicht akzeptiert und Revision eingelegt.

Urteil im Oktober erwartet

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hob das Urteil schließlich auf und ordnete eine neue Verhandlung an. Die obersten Richter bemängelten unter anderem Ausführungen zum Tatvorsatz in der Urteilsbegründung. Das neue Urteil wird im Oktober erwartet.

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