Hessen

Frühchen-Prozess: Freispruch gefordert

Im Prozess gegen eine frühere Marburger Frühchen-Krankenschwester hat die Verteidigung Freispruch gefordert. Es könnten keine »eindeutigen belastbaren Rückschlüsse« auf die Angeklagte als Täterin gezogen werden, sagte der Rechtsanwalt der Frau am Mittwoch vor dem Landgericht Marburg. Deswegen sei seine Mandantin freizusprechen. Das Gericht verhandelt den Fall, in dem es unter anderem um versuchten Mord geht, seit Januar. Die Angeklagte soll drei Frühgeborenen ärztlich nicht verordnete Medikamente verabreicht und die Babys dadurch in Lebensgefahr gebracht haben.
20. November 2019, 22:13 Uhr
DPA

Im Prozess gegen eine frühere Marburger Frühchen-Krankenschwester hat die Verteidigung Freispruch gefordert. Es könnten keine »eindeutigen belastbaren Rückschlüsse« auf die Angeklagte als Täterin gezogen werden, sagte der Rechtsanwalt der Frau am Mittwoch vor dem Landgericht Marburg. Deswegen sei seine Mandantin freizusprechen. Das Gericht verhandelt den Fall, in dem es unter anderem um versuchten Mord geht, seit Januar. Die Angeklagte soll drei Frühgeborenen ärztlich nicht verordnete Medikamente verabreicht und die Babys dadurch in Lebensgefahr gebracht haben.

Die Verteidigung ging in ihrem Plädoyer davon aus, dass der Kreis der Verdächtigen größer sei - mindestens sieben weitere Personen kämen ebenfalls infrage. Darunter seien auch Personen, die der Angeklagten ablehnend gegenübergestanden hätten. Das Urteil wird am 28. November erwartet.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/hessen/Hessen-Fruehchen-Prozess-Freispruch-gefordert;art189,646583

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