24. Juli 2020, 21:59 Uhr

Keine »Festung Opernplatz«

24. Juli 2020, 21:59 Uhr
Zerstörungen wie diese sollen sich auf dem Opernplatz nicht wiederholen. FOTO: DPA

- Mit mehr Polizeipräsenz und weiteren Maßnahmen will die Stadt Frankfurt am Main verhindern, dass aus nächtlichem Feiern Krawalle werden. Als Reaktion auf die Randale am vergangenen Wochenende auf dem Opernplatz an der Alten Oper sollen nicht nur dort, sondern im gesamten Stadtgebiet mehr Polizisten im Einsatz sein.

Der Platz selbst darf in den Nächten zu Samstag und Sonntag ab Mitternacht nicht mehr betreten werden. Zwischen ein und fünf Uhr gilt dort zudem ein generelles Aufenthaltsverbot. Absperrgitter, um Feiernde fernzuhalten, werden laut Polizei jedoch nicht aufgestellt. Frankfurts Vizepolizeipräsident Walter Seubert hatte am Donnerstag angekündigt, »mit starken Polizeikräften an zahlreichen Orten« im Einsatz zu sein. »Wir wollen Frankfurt aber nicht zu einer Festung machen.«

Zu den Maßnahmen gehört auch, den in der Corona-Krise zum Party-Hotspot gewordenen Platz nach Mitternacht hell zu erleuchten. Möglichen Randalieren wollen die Beamten zudem durch die Stadt folgen, um so die Verlagerung von Krawallen auf andere Plätze zu verhindern. Notfalls sollen Platzverweise ausgesprochen werden.

In der Nacht zum vergangenen Sonntag waren rund um den Opernplatz nach Polizeiangaben Einsatzkräfte aus der Menge mit Flaschen angegriffen worden. Mindestens fünf Beamte wurden demnach verletzt und mehrere Polizeifahrzeuge beschädigt. Polizisten nahmen 39 Menschen vorübergehend fest. 27 von ihnen haben den Angaben zufolge die deutsche Staatsbürgerschaft, zwölf eine andere.

Oberbürgermeister Feldmann sprach sich in der »Bild« vom Donnerstag für ein entschiedenes Vorgehen aus: »Das Gewaltmonopol liegt richtigerweise beim Staat. Wenn dies von einigen infrage gestellt wird, muss die Staatsmacht die Grenzen aufzeigen.«

Er, Feldmann, sei dafür, lieber jetzt mehr Polizeipräsenz zu haben, als später über zu wenig zu klagen. Frankfurt dürfe keine Stadt für Krawalltourismus werden. dpa

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