15. August 2017, 09:00 Uhr

Frankfurt

Kirchlicher Jugendbetreuer gesteht Sex mit 13-Jähriger

Weil er eine 13-jährige Konfirmandin mehrfach sexuell missbraucht haben soll, muss sich ein 37-jähriger kirchlicher Jugendbetreuer vor dem Frankfurter Landgericht verantworten.
15. August 2017, 09:00 Uhr
Wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen steht ein 37 Jahre alter kirchlicher Jugendbetreuer vor dem Landgericht Frankfurt. (Foto: dpa)

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes hat sich seit Montag ein 37 Jahre alter kirchlicher Jugendbetreuer vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten.

Die Anklage legt ihm zur Last, im März und April 2015 eine damals 13 Jahre alte Konfirmandin dreimal vergewaltigt zu haben. Der Jugendbetreuer organisierte insbesondere Konfirmandenparties in einer Kirche in der Frankfurter Innenstadt.

Gegensätzliche Aussagen

Die sexuellen Übergriffe ereigneten sich laut Anklage jedoch in der Wohnung des Mannes. Nach dem letzten Vorfall offenbarte sich das Mädchen seinen Eltern, die Anzeige gegen den Betreuer erstatteten.

Vor Gericht räumte der 37-Jährige den mehrfachen Geschlechtsverkehr ein. Während er jedoch andeutete, verführt worden zu sein, sagte das Mädchen in ihrer Zeugenvernehmung vor der Jugendschutzkammer das Gegenteil: Der Angeklagte habe sie verführt und dabei ihr junges Alter und ihre Unerfahrenheit ausgenutzt.

Keine Entschuldigung

Auf eine Entschuldigung verzichtete der Angeklagte auf Anraten seines Verteidigers. Er halte sie in der Situation für nicht angebracht. Auch ein »Täter-Opfer-Ausgleich« war offenbar fehlgeschlagen.

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