23. Juni 2020, 22:37 Uhr

Motiv Eifersucht?

23. Juni 2020, 22:37 Uhr
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Von DPA

- Wegen Mordes an seiner ehemaligen Lebensgefährtin ist am Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess gegen einen 56-Jährigen eröffnet worden. Der Anklage zufolge lockte der Deutsche die 22-Jährige im vergangenen August in der Nähe eines Reiterhofs in Hofheim-Langenhain (Main-Taunus-Kreis) in einen Hinterhalt. Anschließend soll er die junge Frau mit einer Pistole aus nächster Nähe in den Kopf geschossen haben. Die Frau starb noch am Tatort.

Wiederholte Zerwürfnisse

Die 22-Jährige sei »heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen« getötet worden, hieß es. Am ersten Verhandlungstag erklärte der Angeklagte, sich zunächst weder zu seiner Person noch zu den Vorwürfen äußern zu wollen.

Am Tag nach der Tat stellte sich der Wiesbadener der Polizei und sitzt seither in Untersuchungshaft. Im Verlauf der Ermittlungen hatte er mehrfach bestritten, der Täter gewesen zu sein. Den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft zufolge aber war eine »übersteigerte Eifersucht« des Mannes das Hauptmotiv, die Frau zu töten. Rund vier Wochen vor der Tat hatte sie sich von dem 34 Jahre älteren Mann laut Anklage endgültig getrennt. Zuvor schon kam es offenbar wiederholt zu Zerwürfnissen, die aber immer wieder durch die Rückkehr der Frau beigelegt werden konnten.

Nach der erneuten Trennung aber sei der 56-Jährige »besessen von dem Gedanken gewesen, dass sie kein anderer haben darf«, meint die Anklage. Schon Wochen vor der Tat habe er ihr nachgestellt, weil sie seiner Ansicht nach »ein Recht auf Weiterleben verwirkt hatte«. Weil er für die halbautomatische Waffe mit Schalldämpfer und Zielfernrohr keine Erlaubnis besaß, geht die Anklage auch von waffenrechtlichen Verstößen aus. dpa



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