16. Juni 2020, 22:28 Uhr

Netzwerk berät Lokalpolitiker bei Hass-Vorfällen

16. Juni 2020, 22:28 Uhr
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Von DPA

- Mit einem neuen Angebot will Hessens Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Lokalpolitiker und Kommunen im Umgang mit Hetze, Anfeindungen und Bedrohungen gezielt unterstützen. Die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke habe auch der breiten Öffentlichkeit die großen Gefahren des Rechtsextremismus vor Augen geführt sowie die konkreten Bedrohungen, denen viele Politiker auch im Lokalen ausgesetzt seien, teilte das Netzwerk am Dienstag in Marburg mit.

Anfeindungs- und Bedrohungssituationen nehmen demnach auch in hessischen Städten und Gemeinden und gegen kommunalpolitisch Verantwortliche zu. »Wir haben gesehen, wir müssen diese Zielgruppe eigens ansprechen«, sagte Reiner Becker, der Leiter des Demokratiezentrums im »Beratungsnetzwerk Hessen - gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus«. Es gebe dort »spezifische Bedarfe«. Der Mitteilung zufolge geht es unter anderem um Hilfe bei akuten Fällen, aber auch um präventive Maßnahmen. Das Netzwerk berät seit 2007 Schulen, Eltern, Kommunen, Vereine oder Gewalt- und Diskriminierungsopfer. dpa



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