12. Mai 2020, 20:47 Uhr

Nur wenige Corona-Neuinfektionen

12. Mai 2020, 20:47 Uhr

Wiesbaden - Schlechte Nachrichten stehen zu Corona-Zeiten auf der Tagesordnung. Doch es gibt auch Lichtblicke. Das Sozialministerium nennt weiterhin niedrige Fallzahlen bei den nachgewiesenen Virusinfektionen. Und ein Großkonzern spendet in der Not Schutzmasken. Der Mieterbund Hessen gibt den Tipp: Wegen der Pandemie-Auswirkungen derzeit von geplanten Umzügen am besten Abstand nehmen. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet sind die Aussichten auf gute Wohnungen ungünstig. Der Überblick:

Umzüge: Der Mieterbund in Hessen rät aktuell wegen der Auswirkungen der Corona-Krise von Umzügen ab. »Gerade im Rhein-Main-Gebiet ist es noch schwieriger, eine adäquate Wohnung zu finden, es wird noch weniger frei als sonst«, erklärte Verbandsdirektorin Eva-Maria Winckelmann. Denn wer im Moment nicht umziehen müsse, verschiebe dieses Vorhaben erst mal. Dadurch sei die Fluktuation geringer als vor der Krise. Unter den Vermietern seien gerade kommunale Wohnungsunternehmen bei solchen Problemen recht entgegenkommend: Wenn es machbar sei versuchten diese, eine Verschiebung des Umzugs zu ermöglichen.

Fallzahlen: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Virus in Hessen ist erneut nur leicht gestiegen. Wie das Sozialministerium mitteilte (Stand 14 Uhr) wurden bis Dienstag 9031 Fälle im Land registriert. Das waren 18 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger SARS-CoV-2 in Verbindung gebracht werden, stieg um drei auf insgesamt 415.

Im Fokus stehen auch die regionalen Fallzahlen. Bei einem Überschreiten der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen Landkreise und kreisfreie Städte wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens verhängen. Von dieser Obergrenze waren hessische Städte und Kreise allerdings deutlich entfernt. Die höchsten Werte haben derzeit der Odenwaldkreis (26) und die Stadt Offenbach (19).

Schutzmasken: Der Chemie- und Pharmakonzern Merck spendet zwei Millionen Atemschutzmasken. Sie sollen vor allem im Gesundheitswesen in Deutschland, Frankreich und den USA zum Einsatz kommen, teilte der DAXKonzern in Darmstadt mit. Merck trage die Kosten für Einkauf und Transport der Schutzausrüstung; um die Verteilung kümmerten sich Behörden und Verbände. Von den zwei Millionen FFP2-Masken gehe eine sechsstellige Zahl an verschiedene Organisationen in Deutschland, darunter Hessen-Caritas und die Diakonie Hessen, hieß es. Merck zählt mit der Spende zu einer Reihe großer Unternehmen, die sich in der Corona-Pandemie engagieren.

Grimmwelt: Nach einer Corona-Zwangspause hat die Grimmwelt in Kassel wieder geöffnet. Allerdings dürfen höchstens 50 Besucher gleichzeitig in das Museum, zudem gilt für sie eine Maskenpflicht. Begleitveranstaltungen und Führungen finden aus Sicherheitsgründen zunächst nicht statt. Die Sonderausstellung »Rotes Käppchen, blauer Bart - märchenhafte Farben und Experimente« wurde verlängert. In der Grimmwelt selbst können sich die Besucher frei bewegen. dpa

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