27. September 2019, 22:26 Uhr

Pendler warten vergebens

27. September 2019, 22:26 Uhr

Frankfurt/Main (dpa/lhe). Ein Warnstreik von Busfahrern hat am Freitag in Hessen Zehntausende Pendler vor eine Geduldsprobe gestellt. Mancherorts ging beim Weg zur Arbeit oder zum letzten Unterrichtstag vor den Herbstferien kaum noch was. Alleine im Raum Darmstadt waren nach Angaben des Geschäftsführers der Darmstadt-Dieburg Nahverkehrsorganisation, Matthias Altenhein, 60 000 bis 65 000 Menschen von dem Ausstand betroffen. »Wir haben ein paar Tipps gegeben, wie man sich mit dem, was noch fährt, bewegen kann«, sagte Altenhein. Mehr habe man aber nach dem kurzfristigen Aufruf zum Warnstreik am Donnerstagnachmittag auch nicht tun können.

Bei regnerischem Wetter sammelten sich schon morgens viele Menschen an den Haltestellen - und mussten nach Alternativen suchen. Der Warnstreik von Fahrern privater Busunternehmen begann mit der Frühschicht am Freitagmorgen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Sie hatte die Fahrer zu dem Ausstand aufgerufen, nachdem sie Tarifverhandlungen in der dritten Runde abgebrochen hatte.

Betroffen waren der Gewerkschaft zufolge unter anderem Kassel, Fulda, Gießen, Hanau, Frankfurt, Oberursel, Bad Vilbel, Offenbach, Langen, Hofheim, Mainz, Darmstadt, Weiterstadt und der Main-Kinzig-Kreis. 95 Prozent der zum Warnstreik aufgerufenen Fahrer hätten ihre Arbeit niedergelegt. S- und U-Bahnen, Regionalzüge und Straßenbahnen waren nicht betroffen.

Der Busverkehr fiel in einigen Städten komplett aus. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund rechnete in Darmstadt, Offenbach und dem Main-Kinzig-Kreis mit Komplettausfällen. In Frankfurt fuhren demnach nur drei der 64 Buslinien.

Auch in Bad Homburg und Oberursel sollten keine Stadtbusse fahren. Mancherorts wurde versucht, den Schulbusverkehr aufrechtzuerhalten. In Fulda, Gießen, im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis waren einzelne Linien vom Warnstreik betroffen.

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen eine Anhebung des Grundgehalts der Fahrer von 13,50 auf 16,60 Euro und mehr Urlaubstage. Am Vormittag wollten Busfahrer eine Unterschriftenliste beim Verkehrsministerium übergeben, die laut Verdi von 2700 Fahrern und Fahrgästen unterschrieben wurde. Sie fordern die Landesregierung und den Arbeitgeberverband auf, die Arbeitsbedingungen im Sinne ihrer Forderungen zu verbessern.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Pendler
  • Tipps
  • Warnstreiks
  • Frankfurt
  • DPA
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 24 - 4: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.