25. April 2019, 22:18 Uhr

Rettungskräfte im Großeinsatz

25. April 2019, 22:18 Uhr
Flammen lodern im Seulingswald. Nach Angaben der Polizei standen sieben Hektar Wald in Flammen. (Foto:/LK HEF-ROF/dpa)

Frankfurt/Fulda (dpa/lhe). Gewitter mit Sturmböen sind am Mittwochabend über Hessen hinweggefegt. Umgestürzte Bäume auf Straßen und Schienen beschäftigten Feuerwehr und Bahn teilweise bis in den Morgen. Im Kreis Marburg-Biedenkopf wurde ein Feuerwehrmann im nächtlichen Einsatz leicht am Bein verletzt; während Absperrmaßnahmen auf einer Landstraße streifte ihn ein Auto, wie der Kreis mitteilte. Meist blieb es jedoch bei Sachschäden.

Die Feuerwehr zählte mehr als 100 Einsätze am Mittwochabend allein in dem mittelhessischen Kreis. Dächer wurden den Angaben zufolge beschädigt, umgestürzte Bäume schlossen auf einer Landstraße Autofahrer ein. »Ab etwa 19.30 Uhr zogen dunkle Gewitterwolken über den Landkreis, gefolgt von Blitz, Donner und heftigen Sturmböen«, berichtete die Kreispressestelle. Die Polizei war auch wegen umhergewehter Gegenstände und ausgelöster Alarmanlagen unterwegs.

In Bad Nauheim wurde eine Person leicht von Ästen eines umstürzenden Baum am Kopf verletzt. Die Autobahn 5 zwischen Ober-Mörlen und Friedberg war zeitweise blockiert, ein Fahrer wurde leicht verletzt, als ein Baum sein Auto traf, erklärte die Polizei.

In Nordhessen fielen ebenfalls Bäume um. Vereinzelte Beeinträchtigungen gab es laut Polizei im Werra-Meißner-Kreis, eine Straße musste gesperrt werden. Im Rhein-Main-Gebiet wehte es ebenso heftig. Die Frankfurter Feuerwehr berichtete auf Twitter von rund 85 Einsätzen bis 22 Uhr, aus Wiesbaden meldete die Polizei mehr als 30 Einsätze, unter anderem wegen einer unterspülten Straße. Im Bereich des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) kam es wegen Oberleitungsstörungen zu Ausfällen und Verspätungen im Regionalzugverkehr zwischen Frankfurt und Limburg. Auf der Strecke der Linie S 2 mussten einem Bahn-Sprecher zufolge Ersatzbusse eingesetzt werden. Auch im Main-Kinzig-Kreis kam es zu Bahnverspätungen.

Stundenlang haben Hunderte Einsatzkräfte in Osthessen am Donnerstag gegen einen Waldbrand gekämpft. Am späten Vormittag hatten sie die Flammen zwar unter Kontrolle, doch die Suche nach Glutnestern in dem schwer zugänglichen Waldstück sollte mit reduzierter Personalstärke noch lange weitergehen.

»Wir hoffen, dass wir in den nächsten 30 Stunden alles gelöscht haben«, sagte eine Sprecherin des Landkreises Hersfeld-Rotenburg am Nachmittag. Nach einem Gewitter war das Feuer in der Nacht zu Donnerstag im Seulingswald bei Ludwigsau-Meckbach ausgebrochen. »Wir gehen davon aus, dass ein Blitz in den Wald eingeschlagen und das Feuer verursacht hat«, sagte ein Polizeisprecher. Betroffen war eine Fläche von rund 60 000 Quadratmetern. Das entspricht acht Fußballfeldern.

Für den heutigen Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst mit deutlich niedrigeren Temperaturen. Die Höchstwerte sollen nur noch bei 14 bis 17 Grad liegen. Es ist meist stark bewölkt, Regenschauer sind möglich. Nachts sinken die Temperaturen auf nur noch sieben bis drei Grad. Ein ähnliches Bild zeigt die Vorhersage fürs Wochenende.

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