Hessen

Urteil nach Kinderporno-Fall in Bistum Limburg

Ermittler stellten bei einem Mitarbeiter des Bistums Limburg kinderpornografische Dateien sicher. Nun musste sich der Mann vor Gericht verantworten.
04. Mai 2018, 21:00 Uhr
DPA
157 Dateien mit kinder- und jugendpornographischen Inhalten wurden sichergestellt. (Foto: dpa)

Ein Mitarbeiter des Bistums Limburg muss wegen des Besitzes von Kinderpornos 12.000 Euro zahlen. Ein entsprechender Strafbefehl des Amtsgerichts sei rechtskräftig geworden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Freitag mit. Der Beschuldigte habe keinen Einspruch eingelegt und damit die Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 80 Euro akzeptiert. Das kirchenrechtliche Verfahren gegen den Mann läuft aber noch weiter, wie das Bistum mitteilte.
Die Ermittler werfen dem 56-Jährigen vor, sich 88 Kinderporno-Bilddateien verschafft zu haben sowie 69 Dateien mit jugendpornografischen Aufnahmen. Diese wurden demnach unter anderem auf dem Dienstrechner des Mannes gefunden.


    
Kirchliche Konsequenzen folgen
    
Der Verdacht gegen den Mitarbeiter war im Februar 2017 bekannt geworden. Ermittler stellten damals im Büro und in der Wohnung des Mannes Datenmaterial sicher. Das Bistum Limburg habe in dem Fall unverzüglich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und jederzeit mit den staatlichen Stellen zusammengearbeitet und die Ermittlungen unterstützt, teilte die Diözese am Freitag mit. »Das Bistum hat bei den staatlichen Stellen Akteneinsicht beantragt, um die im staatlichen Verfahren aufgekommenen Erkenntnisse im kirchenrechtlichen Verfahren zu berücksichtigen.«
Das Kirchenrecht sieht nach Angaben eines Bistumssprechers allgemein verschiedene Sanktionsmöglichkeiten vor: von finanziellen Konsequenzen bis zur Entlassung aus dem Klerikerstand.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/hessen/Hessen-Urteil-nach-Kinderporno-Fall-in-Bistum-Limburg;art189,427391

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