14. Mai 2020, 21:56 Uhr

Virtueller Bescheid

14. Mai 2020, 21:56 Uhr
Digitalministerin Kristina Sinemus überreichte den Zuwendungsbescheid virtuell an Jens Ihle (2. v. r.), Geschäftsführer Regionalmanagement Mittelhessen GmbH, sowie an die regionalen Breitbandberater Klaus Bernhardt (l.) und Dennis Pucher. FOTO: PM

Wiesbaden/Gießen - Es war eine Premiere, die nach anfänglichen kleinen technischen Problemen auch geglückt ist: Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus überreichte am Donnerstag virtuell einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 108 000 Euro an Jens Ihle, Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH, für die Fortsetzung der regionalen Breitbandberatungsstelle Mittelhessen.

»Die digitale Infrastruktur ist in diesen Zeiten der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält«, sagte Sinemus während der Videokonferenz. Beim Netzausbau in Hessen gehe es kontinuierlich voran. Das zeige sich auch im Landkreis Gießen, wo 92,4 Prozent aller Haushalte bereits eine 50 Mbit/s-Versorgung hätten. Ebenfalls sei die Versorgung der Landkreise Limburg-Weilburg, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill gut aufgestellt und im Vogelsbergkreis gehe es voran.

»Berater als Erfolgsfaktor«

»Ein Erfolgsfaktor des Breitbandausbaus in Hessen sind die regionalen Berater, die gemeinsam mit dem Breitbandbüro Hessen den Kommunen zur Seite stehen und die infrastrukturelle Grundlage für die Digitalisierung Hessens schaffen«, ergänzte die Digitalministerin.

Das Regionalmanagement Mittelhessen um Geschäftsführer Jens Ihle ist Träger für die Beratung in Mittelhessen und den dazugehörigen fünf Landkreisen. Zuständig für die jeweiligen Landkreise sind die beiden Berater Dennis Pucher (Landkreis Gießen und Vogelsbergkreis) und Klaus Bernhardt (Limburg-Weilburg, Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf). Sie unterstützen Kommunen, Schulen, Gewerbebetriebe und auch Privathaushalte von der Erstberatung, über Unterstützung beim Beantragen von Fördermitteln bei Bund und Land bis hin zur Begleitung in Ausschreibungsverfahren. Dass Mittelhessen in Sachen Digitalisierung bereits schon jetzt gut aufgestellt ist, davon ist Berater Bernhardt überzeugt.

Ziel: Glasfaser bis zu jedem Haus

Die Aufgaben der Breitbandberater haben sich im Laufe der Zeit stark verändert. War es früher nur die Aufgabe »Kabel in den Boden« zu legen und Förderung dafür zu bekommen, kamen die Themen WLAN und LTE dazu. Seit Neuestem ist auch der 5G-Ausbau bei den Breitbandberatern angesiedelt. »Unser nächstes Ziel ist nun, dass jedes Haus mit Glasfaserkbabel versorgt wird«, sagte Dennis Pucher. Generell möchte man aber »noch schneller und noch besser« werden.

Das betonte auch Sinemus: »Mit unserer Gigabit-Strategie nehmen wir nun die weitere Verbesserung der digitalen Infrastrukturen in den Blick«, sagte die Digitalministerin abschließend. Allein in dieser Legislaturperiode stünden insgesamt rund 270 Millionen Euro für den Gigabit- sowie weitere 50 Millionen Euro für den Mobilfunkausbau in Hessen zur Verfügung. su/eb

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