28. Dezember 2017, 21:25 Uhr

Vorsätze und Ziele von Hessens Promis

28. Dezember 2017, 21:25 Uhr
T. Schäfer-

Frankfurt (dpa/lhe). Gute Vorsätze? Einige Prominente aus Hessen haben sich für 2018 etwas vorgenommen. In einer Umfrage verraten sie, um was es sich dreht – mal privat, mal beruflich. Einige blicken auch über den persönlichen Horizont und sagen, was sie sich 2018 für Deutschland wünschen. Was muss sich ändern? Was muss besser werden?

Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel (48) sagt zu seinen Vorhaben für 2018: »Jenseits meiner privaten Vorsätze zu Gesundheit und Bewegung habe ich den Vorsatz, die Landtagswahl in Hessen zu gewinnen.« Im vorigen Jahr sei er mehr oder weniger ohne Neujahrsvorsätze ausgekommen. »Das mit der ›mehr Zeit‹ habe ich allerdings abgehakt. Irgendwie rennt die Zeit bei der Arbeit immer schneller.« 2017 sei für ihn »ein schwieriges und kompliziertes Jahr« gewesen: »Die politischen Verhältnisse waren schwierig und bleiben schwierig. Persönlich war es ein gutes Jahr.« Für Deutschland wünscht sich Schäfer-Gümbel auch etwas. Und zwar, »dass der Wohlstand dieses Landes bei mehr Menschen ankommt und die Zuversicht in die Zukunft wächst«.

Lottofee und Theater-Regisseurin Franziska Reichenbacher (50) nimmt sich – wie zuvor schon – vor, immer einen Zeitpuffer bei Terminen und Treffen einzubauen – um pünktlich zu sein und nicht in Hektik zu verfallen. Eine »Viertelstunde Vorsprung« nennt sie ihr Projekt. »Daran arbeite ich noch.« Grundsätzlich sagt sie: »Ich glaube, die Tradition der guten Vorsätze zum Jahresanfang ist in Zeiten der permanenten Selbstoptimierung auch ein bisschen aus der Mode gekommen.« Es reiche längst nicht mehr, sich nur einmal im Jahr gute Vorsätze vorzunehmen, man könne doch jeden Tag versuchen, ein besserer Mensch zu werden: »freundlicher, sozialer, liebevoller, klüger, gesünder und umweltbewusster«. Für das gesellschaftliche Zusammenleben 2018 in Deutschland wünscht sich Reichenbacher, dass mehr Geld in politische Bildung investiert und die Demokratie gestärkt wird: »Demokratie funktioniert auf Dauer nur mit aufgeklärten, informierten, selbstverantwortlichen und mündigen Bürgern.«

Gute Vorsätze? HR-Moderator Holger Weinert (66) pfeift drauf. »Lieber nicht. Da wird doch meistens nichts draus.« Aber beruflich hat er schon Ideen: »Ich habe den Vorsatz, noch mal Rhein und Main zu bereisen, mit Kameras, weil das letztes Jahr so erfolgreich lief. Alle wollen ans Wasser, das ist ein richtiger Freizeittrend. Und Hessen liegt ja fast am Meer, durch den Rhein«, sagt er. Für Deutschland hat Weinert auch Wünsche: »Ich bin vielleicht altmodisch – aber wir brauchen eine starke Regierung. Dies ist europa- und weltpolitisch einfach geboten. Parteiengezänk muss gestern gewesen sein.«

Fernsehkoch Mirko Reeh (41) sagt: »Natürlich habe ich Vorsätze: weniger arbeiten. Allerdings nehme ich mir das schon lange vor, bisher hat es nicht geklappt. In diesem Jahr war schönerweise die Hölle los.« Fürs nächste Jahr freut er sich auf neue Buchprojekte. Es geht um eine kulinarische Reise nach Louisiana und Illinois. »Beide Bundesstaaten der USA waren so extrem interessant und lohnenswert, was Rezepte angeht.«

Leichtathletin Gesa Felicitas Krause (25) aus Frankfurt fokussiert sich ganz auf ein Ereignis im Sommer: »Das größte Projekt ist die EM in Berlin. Für mich steht die Mission Titelverteidigung an. Im eigenen Land zu gewinnen, wäre ein Traum«, sagt die Europameisterin über 3000 Meter Hindernis. Um diesen Coup zu wiederholen, will sie konsequent und hart daran arbeiten. Privat hatte sie sich zuletzt vorgenommen, ihr Französisch zu verbessern und mehr Klavier zu spielen. »Das habe ich aber schleifen gelassen«, verrät sie. Generell glaubt sie, dass es Menschen weiterbringt, wenn sie sich fest etwas vornehmen: »Gute Vorsätze sind die Grundlage für Erfolg.«

Die Vorsätze von Volker Jung (57) haben auch etwas mit Laufen zu tun. »Ich nehme mir als leidenschaftlicher Läufer auch für 2018 vor, mindestens 1000 Kilometer zu absolvieren«, verrät der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Moderatorin und Autorin Bärbel Schäfer (54) hat für 2018 einen produktiven Vorsatz: »Ich möchte endlich damit beginnen, einen neuen Roman zu schreiben.« 2017 hatte sie das Buch »Meine Nachmittage mit Eva – Über Leben nach Auschwitz« veröffentlicht. Für Deutschland 2018 wünscht sie sich: »Unsere Gesellschaft sollte europäischer und weltoffener denken.« Das Bildungswesen müsse über die Bundesländergrenzen hinweg vereinheitlicht werden, Schulen sollten fit für die Zukunft gemacht werden. »Außerdem sollten mehr Gelder für Projekte gegen Rassismus und Antisemitismus zur Verfügung gestellt werden. Ich erkenne da vor allem in der jungen Generation eine gefährliche Tendenz des Vergessens.« (Fotos: dpa)

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