22. Februar 2021, 20:56 Uhr

Corona-Schutz zur Kommunalwahl

22. Februar 2021, 20:56 Uhr
Zur Wahlurne kommt man am 14. März nur mit Maske. Wer seine Maske zu Hause vergisst, wird in einigen Wahllokalen aber eine gestellt bekommen. FOTO: GÜNTER MURR/STADT FRANKFURT AM MAIN/DPA

Fulda/Wiesbaden - Die Vorbereitungen auf die Kommunalwahl am 14. März stellt die Wahlämter in den hessischen Städten und Gemeinden in Zeiten der Corona-Pandemie vor besondere Herausforderungen. Wer nicht lieber gleich seine Stimme per Briefwahl abgibt, soll bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden. Auch beim Gesundheitsschutz der ehrenamtlichen Wahlhelfer sehen sich die Kommunen in der Verantwortung.

Im Landkreis Fulda dürfen die Bürger das Gebäude, in dem sich ihr Wahllokal befindet, und den Wahlraum selbst nur mit Mund-Nase-Bedeckung betreten. Die Wahlräume müssen regelmäßig gelüftet und die Mindestabstände zwischen den Wählern eingehalten werden. Alle Flächen, mit denen die Bürger beim Urnengang in Kontakt kommen, sollen regelmäßig gereinigt werden. Für die Stimmabgabe können bereitliegende oder eigene, mitgebrachte Stifte genutzt werden. Auch die Stadt Fulda ist dabei, Hygienekonzepte zur Wahl in den Urnen-, Briefwahl- und Auszählbezirken zu erstellen, wie ein Sprecher mitteilte. Die Konzepte seien derzeit in den letzten Abstimmungen mit dem Gesundheitsamt des Landkreises und der Ordnungsbehörde.

Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen und Lüften - das alles wird auch in den Frankfurter Wahllokalen gelten. Einige Zahlen verdeutlichen den Aufwand, den Hessens größte Stadt bei ihrem Hygienekonzept für den Wahltag betreibt: In die Wahllokale werden rund 19 000 FFP2-Masken, 97 000 chirurgische Masken, 72 000 Flächendesinfektionstücher, 2000 Liter Händedesinfektionsmittel, 33 000 Meter Markierungsklebeband und 900 Spuckschutzwände verteilt, wie das Bau- und Immobiliendezernat auf Anfrage mitteilte.

»Es werden Desinfektionsmittelspender und Flächendesinfektionsmittel sowie FFP2-Masken für alle Mitglieder der Wahlvorstände zur Verfügung gestellt«, erklärte ein Sprecher. »Darüber hinaus liegen OP-Masken bereit für Wählerinnen und Wähler, die ihre eigene Maske vergessen haben.« Bodenmarkierungen und ein Einbahnstraßensystem sollen das Einhalten der Abstandsregeln erleichtern. Wahllokale mit weniger als 40 Quadratmeter Fläche werden mit Plexiglas-Trennwänden ausgestattet, um die Wahlvorstände zu schützen.

Lieber eigene Stifte mitbringen

Die Bürger sollen möglichst eigene Stifte mitbringen, um ihre Kreuzchen zu machen. Auch bei der Auszählung seien die Wahlhelfer angehalten, die Abstandsregelungen einzuhalten. Damit dies auch bei der Auszählung der Briefwahlzettel möglich ist, steht dafür eine Fläche in einer der Messehallen zur Verfügung, die fast doppelt so groß ist wie bei vorangegangenen Wahlen, wie es heißt.

Auch in Wiesbaden haben die Wähler nur mit FFP2- oder OP-Maske Zutritt zu den Wahlräumen - wer ohne kommt, erhält vor Ort eine OP-Maske. In den Wahllokalen soll der Mindestabstand gewahrt und der Zugang gesteuert werden, sodass sich nicht zu viele Wähler in den Räumen aufhalten. Die Wahlvorstände bei der zentralen Briefwahlauszählung werden zudem vor Beginn mit einem Schnelltest auf Corona getestet. dpa

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