16. August 2021, 21:21 Uhr

»Das Gute von heute morgen noch besser machen«

16. August 2021, 21:21 Uhr
Friedhelm Loh in einer Fertigungshalle. FOTO: FRIEDHELM LOH GROUP

- Die Neugier auf Neues treibt Friedhelm Loh, Chef der gleichnamigen Friedhelm Loh Group, an: Er ist Ehrenpräsident des Zentralverbands der Elektroindustrie (ZVEI), Ehrenprofessor des Landes Hessen, Ehrendoktor der TU Chemnitz. Er ist in Digitalisierungsfragen auf der politischen europäischen Bühne unterwegs, Eigentümer eines global agierenden Familienunternehmens mit 11 600 Mitarbeitern, sozial engagiert. Gestern ist Loh 75 Jahre alt geworden.

Er selbst sagt von sich, er sei »einfacher Arbeiter« geblieben und vor allem eines: Dankbar. Mit seinem Selbstverständnis als Unternehmer verbinde er die Liebe zur Region, den Blick für Menschen und - gemeinsam mit seiner Frau Debora - die Verantwortung für die Schwächeren in der Gesellschaft.

Aufgewachsen ist Loh mit seinen beiden Geschwistern in einer Gründerfamilie. Seine Eltern hatten 1946 mit der Gründung der Rudolf Loh GmbH Metallwarenfabrik als junge Menschen mutige Entscheidungen getroffen und ihre Ziele umgesetzt. »Sie waren für uns Kinder Vorbilder im Leben des christlichen Glaubens, in der Übernahme von Verantwortung und im unternehmerischen Handeln. Das hat mich geprägt«, erzählt der Unternehmer im Rückblick.

Neue Technologien haben ihn schon immer fasziniert - und tun es noch: »Mich reizen die Chancen, das Gute von heute für morgen noch besser zu machen«, sagt Loh. Diese sieht er in Entwicklungen von Hardware für die Elektrotechnik wie Schaltschranksysteme, von Software für das Elektro-Engineering im Anlagenbau sowie von Edge- und Cloud-Computing etwa für Gaia-X, die europäischen Initiative für Datensouveränität, die er mitgegründet hat.

Loh hat das Unternehmen 1974 mit rund 200 Mitarbeitern übernommen. Heute helfen ihm bei der Friedhelm Loh Group mit den Firmen Rittal, Eplan, Cideon, German Edge Cloud sowie LKH und Stahlo weltweit 11 600 Menschen bei den Herausforderungen in der Branche.

Auf dem Gebiet der Digitalisierung ist Loh ein Pionier und er weiß um die enormen Herausforderungen. »Innovation ist ein Knochenjob - das haben wir beim Aufbau unseres Industrie 4.0-Werkes in Haiger erlebt, wo wir seit 2019 Industriegehäuse fertigen.« Denn schlüsselfertige Lösungen für komplett vernetzte Fabriken gab es nicht von der Stange. »Wir haben es aus eigener Kraft gewagt und eine Produktion mit künstlicher Intelligenz und Datensouveränität aufgebaut.« Vom Blechbearbeiter zum Digitalunternehmen, das ist der Anspruch bis heute und für die Zukunft.

Dass die Friedhelm Loh Group es bis hierher geschafft hat, wo sie heute steht - mit einem Jahresumsatz von 2,6 Milliarden Euro - verdankt der Unternehmer eigenen Worten zufolge dem Management und allen Mitarbeitenden: »Sie haben angepackt. Sie gehen Wege, die nicht typisch sind, stellen sich Ausnahmesituationen und sind kreativ mit Innovationen«, so der Firmenchef.

Zudem ist gesellschaftliche Verantwortung für Loh keine Floskel. Ein wichtiger Baustein des sozialen Engagements ist die Rittal Foundation. Über fünf Millionen Euro spendete die Unternehmensgruppe in den letzten Jahren für gute Zwecke. pm

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