27. August 2021, 22:42 Uhr

»Es gibt nur eine Erde«

27. August 2021, 22:42 Uhr
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Von DPA
Prof. Katrin Böhning-Gaese (M.) erforscht am Kilimandscharo den Einfluss des Klimawandels auf die Ökosysteme. FOTO: BÖHNING-GAESE/DBU/DPA

Frankfurt/Greifswald - Mit dem Deutschen Umweltpreis werden in diesem Jahr zwei Forscher für ihren Einsatz beim Arten- und Klimaschutz geehrt. Den mit 500 000 Euro dotierten Preis teilen sich die Frankfurter Wissenschaftlerin Katrin Böhning-Gaese für ihre Erkenntnisse zur biologischen Vielfalt und deren Wert für Mensch und Erde sowie der Greifswalder Moorforscher Hans Joosten. Sein Verdienst liege in seiner jahrzehntelangen Forschung zur Bedeutung der Moore für den Klimaschutz, teilte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Freitag in Osnabrück mit. Der zu den höchstdotierten Umweltauszeichnungen Europas gehörende Deutsche Umweltpreis wird am 10. Oktober in Darmstadt überreicht.

Mit der Auszeichnung wolle die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ein Signal dafür setzen, dass es nur eine Erde gebe und die Menschheit mit der Vielfalt des Lebens behutsam umgehen müsse, sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Die Forschungsarbeit von Böhning-Gaese habe gezeigt, welche dramatischen Folgen der Artenverlust für die Menschen und den gesamten Planeten habe. Böhning-Gaese untersuche ökologische Zusammenhänge lokal, regional, kontinental und global sowie in unterschiedlichen Zeitskalen. Die Direktorin des Senckenberg Biodiversität- und Klima-Forschungszentrums in Frankfurt sei bestrebt, Umweltveränderungen in Ökosystemen in den nächsten Jahrzehnten so genau wie möglich vorherzusagen, sagte Bonde: »Nur wenn wir die Prozesse erkennen und verstehen, können wir gezielt Maßnahmen ergreifen, um sie zu stoppen.«

Moorforscher Joosten habe mit seiner Arbeit das Bewusstsein dafür geweckt, dass Moore unverzichtbar für eine Überwindung der Klimakrise seien. »Und wenn wir nicht auf die Moore achten, wenn wir sie nicht vor Entwässerung schützen, dann wird uns der Klimawandel künftig noch größere Probleme bereiten, als wir sie jetzt schon spüren«, sagte Bonde. Joosten kam nach einem Biologie-Studium und verschiedenen Stationen in den Niederlanden 1996 an das Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Uni Greifswald. Dort hat er bis zu seinem Ruhestand gearbeitet. dpa



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