Hessen

Frankfurter wehren sich gegen Gleisbau

Kassel/Frankfurt/Friedberg - Der jahrelange Rechtsstreit um den viergleisigen Ausbau der Eisenbahnstrecke zwischen Frankfurt West und Friedberg geht in die nächste Runde. Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel wird sich heute mit den Klagen von Grundstückseigentümern aus Frankfurt gegen das Land Hessen befassen. Diese wehren sich gegen eine sogenannte vorzeitige Besitzeinweisung. Die erlaubt, mit Arbeiten auf einem Grundstück zu beginnen, ohne das Enteignungsverfahren abzuwarten.
07. Dezember 2020, 19:46 Uhr
DPA

Kassel/Frankfurt/Friedberg - Der jahrelange Rechtsstreit um den viergleisigen Ausbau der Eisenbahnstrecke zwischen Frankfurt West und Friedberg geht in die nächste Runde. Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel wird sich heute mit den Klagen von Grundstückseigentümern aus Frankfurt gegen das Land Hessen befassen. Diese wehren sich gegen eine sogenannte vorzeitige Besitzeinweisung. Die erlaubt, mit Arbeiten auf einem Grundstück zu beginnen, ohne das Enteignungsverfahren abzuwarten.

Die Aussichten für die Kläger sind eher ungünstig: Baurecht für den Ausbau besteht laut Gericht schon seit Jahren. Der Ausbau ist Teil des Infrastrukturprogramms »Frankfurt Rhein-Main plus«. Dabei wird die Strecke zwischen Frankfurt West und Friedberg erweitert. Für die Linie S6 werden unter anderem zwei neue Gleise errichtet. Dadurch sei der S-Bahn-Verkehr in Frankfurt nicht mehr von den Zeitfenstern der Fernverkehrs- und Regionalzüge abhängig, sagte eine Bahn-Sprecherin. Ursprünglich sollte die ersten Baustufe bis Bad Vilbel 2022 beendet sein. Dies gilt als überholt. dpa

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