21. August 2022, 18:06 Uhr

Großfeuer in Arnsburg

21. August 2022, 18:06 Uhr
Die Flammen haben das Wirtschaftsgebäude auf dem Areal von Kloster Arnsburg völlig zerstört.. Die Polizei ermittelt die Ursache. FOTO: RSC

Aus dem Dachstuhl einer ehemaligen Scheune neben der Toreinfahrt ins Kloster Arnsburg schossen am Samstag die Flammen hoch in den Nachthimmel. Das anderthalbstöckige Gebäude ist weitgehend zerstört, die Grundmauern stehen noch. Der Schaden dürfte sich im sechsstelligen Bereich bewegen.

Mehr als zweieinhalb Stunden kämpften die Feuerwehrleute in der Nacht auf Sonntag gegen das Feuer an. Vor allem versuchten sie zu verhindern, dass weitere Gebäude des historischen Ensembles wie das benachbarte Torgebäude Feuer fingen - mit Erfolg. Bis zu zehn Rohre und die Drehleiter aus Pohlheim waren im Einsatz. 80 Einsatzkräfte aus allen Licher Stadtteilen sowie Feuerwehrleute aus Linden, Pohlheim und Laubach kämpften gegen die Flammen. Nach und nach wurden Einsatzkräfte aus anderen Orten des Kreises hinzugezogen. Hinzu kamen zehn Rettungssanitäter.

Bis in den Sonntagvormittag hinein wurde noch nach Glutnestern gesucht. »Wir hatten mit einer hohen Brandlast zu kämpfen«, sagte der Licher Stadtbrandinspektor Marco Römer. Denn in dem Gebäude seien viele brennbare Sachen gelagert gewesen. Neben einer Wohnung im Obergeschoss befand sich im Gebäudetrakt zudem die Heizungsanlage; mehrere mit Holz zu befeuernde Kessel. Nach ersten Aussagen von Zeugen vor Ort soll sich das Feuer von dort ausgebreitet haben. Probleme bereitete die Wasserversorgung. »Es gibt nur eine Leitung, die in die Klosteranlage führt«, sagte Römer. Deshalb wurden mit drei Pumpen Löschwasser aus der nahen Wetter geholt. Zudem wurden Tanklastwagen aus Pohlheim, Laubach, Linden und Lich eingesetzt.



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