09. Juni 2021, 21:16 Uhr

Kritik an Frist für Impfzentren

09. Juni 2021, 21:16 Uhr
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Von DPA

Wiesbaden/Frankfurt - Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer hat die geplante Schließung der 28 hessischen Impfzentren spätestens zum 30. September als verfrüht kritisiert. »Diese Vorgehensweise bedroht die Nachhaltigkeit der Impfbemühungen. In der Konsequenz ergibt sich, dass Auffrischungs- und nachträgliche Impfungen ausschließlich durch die niedergelassenen Ärzte erfolgen sollen«, sagte Majer (Grüne) gestern in Frankfurt. Dabei seien gerade die besonders gefährdeten Gruppen in Frankfurt sehr gut über das Impfzentrum und die daran angeschlossenen mobilen Impfteams zu erreichen. Zudem falle die Schließung der Zentren mit dem Beginn der kälteren Jahreszeit zusammen, in der letztes Jahr die Infektionszahlen gestiegen seien.

Derweil ist der Startschuss gefallen: Auch Betriebsärzte dürfen seit Montag gegen Corona impfen. »Wir sind froh, dass wir jetzt eingebunden werden, und hoffen, den Impfturbo zünden zu können, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht«, sagte Martin Kern, Vorsitzender des Landesverbands der Betriebs- und Werksärzte. »Im Moment ist das noch das Nadelöhr.« 804 Dosen konnten die teilnehmenden Mediziner für die erste Impfwoche maximal bestellen. Durchschnittlich 108 sind laut Kern geliefert worden. Er ist allerdings zuversichtlich, dass sich die Lage bald entspannen wird. Bei Opel in Rüsselsheim sind die Impfungen gestern gestartet. Bereits seit Dienstag können sich Mitarbeiter der Lufthansa gegen Corona impfen lassen. Im zweitgrößten Volkswagen-Werk Deutschlands im nordhessischen Baunatal mit rund 17 000 Mitarbeitern beginnen die Betriebsärzte heute. dpa



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