29. Juli 2021, 21:18 Uhr

Nachfrage nach Studium ohne Abitur steigt leicht

29. Juli 2021, 21:18 Uhr
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Von DPA
Nicht jeder, der ein Studium beginnt, hat zuvor Abitur gemacht. Der Anteil dieser Studierenden steigt auf niedrigem Niveau. FOTO: DPA

Wiesbaden - Studieren an hessischen Hochschulen geht auch ohne Abitur - eine Möglichkeit, von der nach Zahlen des Wissenschaftsministeriums immer öfter Gebrauch gemacht wird. Im Wintersemester 2020 zählten die Hochschulen im Land 6548 Studierende, die ihre Berechtigung über eine berufliche Qualifikation oder eine Begabten-/Eignungsprüfung erwarben, wie das Ministerium in Wiesbaden auf eine Anfrage aus der AfD-Fraktion mitteilte. Im Wintersemester zuvor waren es 6438 Studierende, zuvor 5712. Insgesamt ist der Anteil der Studierenden ohne Abitur jedoch nach wie vor gering: 2,5 Prozent aller Studierenden waren es im Wintersemester 2020.

Im Prüfungsjahr 2020 haben 926 Absolventen ohne schulische Zugangsberechtigung in Hessen erfolgreich eine Hochschulprüfung abgelegt. Dies entspreche einem Anteil von 2,3 Prozent an allen Absolventen, erklärte das Ministerium. Gegenüber dem Vorjahr sei dies eine Steigerung um knapp 17 Prozent.

In einem Modellversuch werden derzeit zusätzlich zu den bisherigen Möglichkeiten, ein Studium ohne Abitur zu beginnen, weitere Wege erprobt: Seit 2016 können Personen mit qualifizierter Berufsausbildung auch ohne weitere Berufserfahrung und Zugangsprüfung studieren. Es gehe dabei um Chancengerechtigkeit. An Hochschulen, die künstlerische und gestalterische Studiengänge anbieten, kann man eine hervorragende künstlerische Begabung mit einer Prüfung nachweisen. dpa



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