07. Oktober 2021, 19:36 Uhr

Neue Baumhäuser errichtet

07. Oktober 2021, 19:36 Uhr
Avatar_neutral
Von DPA
Umweltaktivisten protestieren mit einer Waldbesetzung gegen die für den Riederwaldtunnel geplante Rodung. FOTO: DPA

- Aus Protest gegen den Ausbau der Autobahn 66 in Frankfurt haben Demonstranten in dem von der Rodung betroffenen Wald weitere Baumhäuser errichtet. Auf Plakaten forderten sie den Stopp des umstrittenen Großprojekts und ein Umdenken in der Verkehrspolitik. »Wenn Stadtentwicklung weiterhin mit der Kettensäge gemacht wird, gibt es Protest«, sagte Alexis Passadakis vom Bündnis »Ende Gelände Frankfurt« am Donnerstag.

Seit dem globalen Klimastreik der Bewegung »Fridays for Future« vor zwei Wochen halten Naturschützer im Teufelsbruch, Erlenbruch und Riederwald friedlich Bäume besetzt und haben dazu in bis zu 15 Metern Höhe Plattformen gebaut. Vor dem Gelände gibt es zusätzlich eine Mahnwache. »Wir werden sehen, welche Bedeutung der Konflikt hier bekommt«, sagte Passadakis. Die beteiligten Aktionsgruppen rechnen nach eigener Darstellung mit insgesamt weit mehr als 100 Unterstützern. Für Samstag kündigten sie zudem zwei Demonstrationszüge zum Teufelsbruch an.

Der rund 2,2 Kilometer lange Lückenschluss der A 66 soll künftig Frankfurt und Hanau besser miteinander verbinden. Für den Bau sollen in den kommenden Monaten im Osten Frankfurts auf einem rund 40 000 Quadratmeter großen Areal bis zu 200 Jahre alte Bäume gefällt werden. dpa



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos