11. Oktober 2021, 21:12 Uhr

Ohne feste Bleibe

11. Oktober 2021, 21:12 Uhr

Frankfurt/Kassel/Offenbach - Steigende Mieten, knapper werdender Wohnraum, zunehmende Migration: In Hessens Großstädten hat die Zahl der obdachlosen Menschen in den letzten zehn Jahren zugenommen. Analog sind auch die Kosten für ihre Unterbringung gestiegen. Eine Ausnahme bildet Darmstadt. Dort weist die Statistik konstante Zahlen zwischen 170 und 210 Menschen aus. In Frankfurt ist die Zahl der obdachlos auf der Straße lebenden Menschen der Stadt zufolge stark schwankend, aber seit 2010 gestiegen. »Aktuell leben etwa 200 Menschen im öffentlichen Raum«, sagte Pressesprecherin Miriam Bandar. 2010 seien es etwa 150 Menschen gewesen. Von den aktuell 200 Personen nutzten 100 die Winternotübernachtung. Der Hauptgrund für den Anstieg sei Migration. In Kassel sind nach Angaben der Stadt aktuell etwa 1000 wohnungslose Menschen gemeldet. Schätzungsweise 100 bis 150 Personen lebten freiwillig auf der Straße. 831 Obdachlose sind demnach in Notunterkünften untergebracht. In 2010 waren es laut Stadt 405. Die Stadt Offenbach verzeichnete zwischen den Jahren 2010 und 2020 einen Anstieg um insgesamt 284 Personen von 219 auf 503 Obdachlose. Pressesprecherin Sabine Gleitsmann erklärte das mit der Verknappung von Wohnraum. In Wiesbaden sind laut Aline van den Borg vom Dezernat für Soziales, Bildung, Wohnen und Integration aktuell in den 16 Notunterkünften der Stadt 194 unfreiwillig wohnungslose Menschen untergebracht, weitere elf Menschen in Pensionen oder Hotels. Die Zahl der insgesamt auf der Straße lebenden Menschen werde in der Landeshauptstadt statistisch nicht erfasst. dpa



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