26. Oktober 2021, 19:27 Uhr

Notruf-Engpass in Hanau

Opfer-Familie pocht auf Ermittlungen

26. Oktober 2021, 19:27 Uhr
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Von DPA

- Die Familie des Hanauer Anschlagsopfers Vili Viorel Paun will die Ablehnung staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen im Zusammenhang mit der Überlastung des Hanauer Polizei-Notrufs am Abend des rassistischen Attentats mit neun Toten nicht hinnehmen. Vergangene Woche habe der Rechtsanwalt der Familie fristgerecht eine ausführliche Beschwerdebegründung bei der Staatsanwaltschaft Hanau eingereicht, teilte die »Initiative 19. Februar Hanau« gestern mit, in der sich Angehörige der Hanauer Anschlagsopfer zusammengeschlossen haben. Beantragt werde, Hinweisen auf ein Organisationsverschulden nachzugehen.

Ein 43-jähriger Deutscher hatte am 19. Februar 2020 in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen. Der damals 22-jährige Vili Viorel Paun hatte den Täter nach den ersten Schüssen in der Hanauer Innenstadt mit seinem Auto verfolgt, um ihn zu stoppen, und dabei mehrfach vergeblich den Notruf gewählt. Kurz darauf wurde er von dem Attentäter getötet. dpa



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