03. Mai 2021, 21:28 Uhr

Risiko Long Covid

03. Mai 2021, 21:28 Uhr

- Über 250 000 Corona-Fälle sind bislang in Hessen registriert worden. Manche der Patienten spüren lange Nachwirkungen, selbst wenn die Infektion milde verlaufen ist. Es gibt erste Anlaufstellen für Betroffene im Land, doch der Aufbau von Hilfsstrukturen braucht Zeit - und Eigeninitiave.

Eigeninitiative von Wetzlarer Ärztin

Keine Kraft, Konzentrationsprobleme, Atemnot oder fehlender Geruchs- und Geschmackssinn: Das können Langzeitfolgen einer überstandenen Covid-19-Erkrankung sein - entsprechend auch Long Covid genannt, als langes Covid. Davon betroffen ist auch die Wetzlarer Gefäßchirurgin und Oberärztin an den Wetzlarer Lahn-Dill-Kliniken, Claudia Ellert. Sie erkrankte nach eigenen Angaben im November und durchlebte einen »leichten bis mittelschweren Verlauf, so wie es im Prinzip klassisch ist für viele Long-Covid-Patienten«. Die Folgen spürt die 48-Jährige noch immer.

»Dieses Leitsymptom, diese Belastungsintoleranz, die muss man ernst nehmen, damit man eine Chance hat, aus diesem Zustand herauszukommen«, sagt die Medizinerin. Nötig seien Angebote, um das Verständnis und die Akzeptanz für die Krankheit zu stärken. Doch es gebe zu wenige Anlaufstellen.

Also wurde Medizinerin Ellert selbst aktiv und initiierte eine spezielle Reha-Sportgruppe, die im Mai in Zusammenarbeit mit dem Wetzlarer »Rehazentrum kerngesund!« an den Start gehen soll. Inhalte: Bewegungs- und Atemtherapie, Entspannungstechniken, gegebenenfalls auch Krankengymnastik oder Psychotherapie. dpa

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