Kreis Gießen

25 barrierefreie Wohnungen entstehen in Reiskirchen

4,5 Millionen Euro lässt sich die Baugenossenschaft Busecker Tal ihr aktuelles Projekt in Reiskirchen kosten. Bis Herbst 2021 soll in der Lessingstraße neuer Wohnraum entstanden sein.
28. November 2018, 10:00 Uhr
Christina Jung
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Erdbewegungen auf dem ehemaligen Spielplatz in der Lessingstraße. Das 4,5 Millionen Euro teure Bauvorhaben der Baugenossenschaft Busecker Tal in Reiskirchen hat begonnen. (Foto: ti)

Erdhaufen türmen sich auf dem einstigen Spielplatz auf, Löcher klaffen im Boden. Ein Baggerfahrer verrichtet seine Arbeit, während eine Geologin Bodenproben nimmt. Auf dem rund 3200 Quadratmeter großen Gelände hinter den Mehrfamilienhäusern in der Reiskirchener Lessingstraße hat die Umsetzung eines Projektes der Baugenossenschaft Busecker Tal begonnen.

25 seniorengerechte Wohnungen sollen hier bis Herbst 2021 entstehen – allesamt barrierefrei und zentral gelegen. Mit dem ersten Spatenstich gaben am Dienstagnachmittag Vertreter von Baugenossenschaft, Architekturbüro, ausführenden Firmen und Kommune den offiziellen Startschuss.

 

1800 Quadratmeter Wohnfläche

Geplant sind auf insgesamt 1800 Quadratmetern Wohnfläche Apartments zwischen 62 und 85 Quadratmetern, allesamt mit Balkon ausgestattet und über einen Aufzug barrierefrei erreichbar.

Drei Vollgeschosse (mit je sieben Wohnungen) und ein Staffelgeschoss (à vier Wohnungen) sind angedacht. Die Zufahrt zum Gelände wird über Lessing- und Dieselstraße erfolgen.

Parkmöglichkeiten sollen der Außenbereich und eine Tiefgarage bieten, deren Bau für die Genossenschaft ein Novum ist.

 

Vorzeigeobjekt

Auf rund 4,5 Millionen Euro schätzt Reiner Hahn, Prokurist der Genossenschaft, die Gesamtkosten. Finanzieren will der Vorhabenträger diese nicht – wie ursprünglich geplant – größtenteils über ein KfW-Förderprogramm, sondern über ein Bankdarlehen. Rund 900 000 Euro sollen aus Eigenmitteln kommen.

 

20 Wohnungen reserviert

Für die Baugenossenschaft sei die Wohnanlage ein weiteres Vorzeigeobjekt, das sich gut in die vorhandene Infrastruktur einfüge und sich schon jetzt großer Nachfrage erfreue, erläutert Hahn. »22 von 25 Wohnungen sind bereits vorreserviert.«

Von einem »historischen Tag« sprach Manfred Buhl, Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft. Mit dem Spatenstich werde der Grundstein für eine infrastrukturelle Verbesserung für Reiskirchen gelegt. Mit Blick auf den demografischen Wandel sei das barrierefreie Wohnen in der Lessingstraße eine Win-Win-Situation. Für die Gemeinde und die Genossenschaft.

Mit Blick auf die von vielen Kommunen angestrebte Nachverdichtung (Innen- vor Außenentwicklung) macht die Wohnbebauung an dieser Stelle in den Augen von Bürgermeister Dietmar Kromm »sehr, sehr viel Sinn«. Die Baugenossenschaft lobte er als »zuverlässigen Partner« und wünschte sich überall ein so reges Engagement.

 

Erste Gespräche 2013

Bereits 2013 waren in Sachen Spielplatzbebauung die ersten Gespräche zwischen Baugenossenschaft und Kommune geführt, im September 2017 der Bebauungsplan vom Parlament beschlossen worden.

Die Baugenossenschaft kaufte das Grundstück von der Gemeinde, und im vergangenen November stellte Reiner Hahn die Planungen im Reiskirchener Bürgerhaus erstmals öffentlich vor.

Im Frühjahr 2018 wollten die Vorhabenträger eigentlich mit der Umsetzung beginnen. Weil es Unstimmigkeiten bei der Zuwegung gab, verschob sich der Zeitplan.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-25-barrierefreie-Wohnungen-entstehen-in-Reiskirchen;art457,520770

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