09. September 2019, 22:08 Uhr

Abenteuer im Gebirge

09. September 2019, 22:08 Uhr
Nach ausgiebiger Vorbereitung wird das Zeltlager in der Slowakei aufgeschlagen. (Foto: pm)

77 Pfadfinder waren kürzlich in der Hohen Tatra und in Krakau unterwegs. Sieben von ihnen kamen aus dem Lumdatal und gehören dem Pfadfinderstamm Martin Luther an, die weiteren 70 kamen aus Nord- und Osthessen. Die Hohe Tatra wird häufig als kleinstes Hochgebirge der Welt bezeichnet und liegt auf der Landesgrenze zwischen Polen und der Slowakei. Die Pfadfinder erwanderten in der ersten Hälfte des Sommerlagers die Hohe Tatra in kleinen Gruppen aus den einzelnen Stämmen, so nennen sich die Ortsgruppen.

Dabei waren die meisten Wanderrouten mehrtägig und führten oftmals durch Gegenden über 2000 Meter über dem Meeresspiegel. Die Routen sind an einem Vorbereitungstreffen von den Kindern und Jugendlichen im Mai in Rixfeld gemeinsam geplant worden. Für dieses Abenteuer bereitete sich rund ein Drittel der Teilnehmer mit einem dafür organisierten Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs vor. Der Zeltlagerplatz lag in Varisovo, einem kleinen Dorf in der nördlichen Slowakei.

Die Anreise dorthin dauerte mit dem Bus rund 14 Stunden von Fulda aus. Die erste Nacht in der Slowakei zelteten alle gemeinsam auf diesem Platz. Am Morgen des zweiten Tages wurden die Gruppen dann entlang des Gebirges abgesetzt, je nachdem, von wo sie ihre Route beginnen wollten. Bis zu sechs Tage hatten die Gruppen Zeit, die von ihnen gewählten Routen zu laufen und das Gebirge zu erkunden. Die Fahrt wurde von einem ehrenamtlichen Leitungsteam über ein Jahr lang vorbereitet. Während des an den Fahrtteil anschließenden Zeltlagers stand der Austausch über die erlebten Abenteuer im Fokus. Einige Gruppen hatten wild lebende Steinböcke oder Hirsche getroffen. Andere hatten sich komplett verlaufen und mussten sich ohne Karten auf Englisch den Weg erfragen. Wieder anderen war es gelungen, den Rysy mit einer Höhe von 2503 Metern über Normalnull zu besteigen. Die Gruppen erzählten nacheinander von ihren Erlebnissen und lasen die lustigsten Geschichten aus ihren Fahrtentagebüchern vor. Auf dem Heimweg war bei einem neunstündigen Zwischenstopp Zeit, Krakau zu erkunden.

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