28. Mai 2018, 10:54 Uhr

Drogenmord?

Anklage im Laubacher Mordfall: Hintergründe werden bekannt

Nach dem brutalen Übergriff auf einen 57-Jährigen und dessen Lebensgefährtin in Laubach-Gonterskirchen im November wurde nun Anklage erhoben. Die Hintergründe werden klarer.
28. Mai 2018, 10:54 Uhr
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Aus der Redaktion
Laubach Gonterskirchen Brand Wohnhaus Mehrfamilienhaus Heiligenstock ein Toter 29 November 2017 Foto: Dehnhardt

Nachdem es in der Nacht vom 28. auf den 29. November in einer Wohnung in Laubach-Gonterskirchen zu einem brutalen Übergriff auf einen 57-jährigen Mann und dessen 59 Jahre alte Lebensgefährtin und anschließender Brandlegung gekommen war, hat die Staatsanwaltschaft Gießen nun Anklage gegen fünf junge Männer beim hiesigen Landgericht erhoben. Der Tatvorwurf lautet unter anderem Mord, versuchter Mord, Raub und Körperverletzung mit Todesfolge und besonders schwere Brandstiftung. Auch die Hintergründe der Tat werden nun klarer.

 
Fotostrecke: Übergriff Laubach-Gonterskirchen

Dem Fahndungserfolg waren äußerst umfangreiche Ermittlungen einer 35-köpfigen Soko der Kriminalpolizei in Gießen vorausgegangen. Zum Teil wurde auch im Ausland ermittelt. Insbesondere mussten eine Vielzahl von Zeugen vernommen und eine große Menge von Verbindungs- und Funkzellendaten ausgewertet werden, bis schließlich die Festnahme der Beschuldigten gelang.

Zwei 31 und 37 Jahre alte, aus Friedrichsdorf stammende Tatverdächtige konnten bereits am Abend des Tattages festgesetzt werden. Die übrigen Beschuldigten, (19, 34, 41 Jahre alt), die zuletzt allesamt in Belgien wohnhaft und extra zur Tatbegehung nach Deutschland eingereist waren, wurden im Januar und Februar aufgrund von Europäischen Haftbefehlen in Spanien, Holland und Belgien ergriffen und nach Deutschland ausgeliefert. Alle Angeklagten sitzen aktuell in Hessen in Untersuchungshaft. Der 31- und der 19-jährige Beschuldigte haben die Tat bereits teilweise eingeräumt.

Hintergrund des Vorfalls dürften umfangreiche Drogengeschäfte zwischen dem Getöteten und den Angeklagten gewesen sein.

Gegen zwei weitere Tatverdächtige (29 und 24 Jahre alt) bestehen ebenfalls Haftbefehle. Der 29-Jährige ist flüchtig. Der 24-Jährige befindet sich in Belgien in Haft. Die Fahndungsmaßnahmen dauern an.



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