05. Mai 2019, 19:18 Uhr

Regierungspräsidium warnt

Apfelbaumgespinstmotte breitet sich aus

05. Mai 2019, 19:18 Uhr
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Aus der Redaktion

Starker Blattfraß, ein weißes Gespinst an Astpartien oder sogar ganzen Bäumen – wer diese Merkmale an seinen Obstbäumen feststellt, hat es vermutlich mit der Apfelbaumgespinstmotte zu tun. Früher vorwiegend in Südhessen zu finden, ist dieser Schädling derzeit in ganz Hessen auf dem Vormarsch und bedroht wesentliche Teile der Obsternte, wie das Regierungspräsidium (RP) Gießen in einer Pressemitteilung erklärt.

Vor allem im Streuobstanbau und in Kleingärten tritt die Gespinstmotte in Erscheinung. Warum sich der kleine Schädling so unerwartet und explosionsartig ausbreitet, ist unklar.

Für den Erwerbsobstbau stellt die Motte aber keine Probleme dar, weil sie bei Standardbehandlungen zum Beispiel gegen Frostspanner und Blattläuse quasi nebenbei bekämpft wird.

Michael Fischbach, Pflanzenschutzexperte beim RP Gießen warnt: »Starker Blattfraß, das Einspinnen von Astpartien und sogar ganzen Bäumen mit einem weißen Gespinst sind Schäden, die durch die Apfelbaumgespinstmotte verursacht werden.« Das Positive: Aufgrund der diesjährige Witterung können exakte Bekämpfungstermine bestimmt werden.

Den Schädling wirksam bekämpfen

Die Larven, haben den Winter geschlüpft überdauert. Im zeitigen Frühjahr leben sie dann etwa drei Wochen in Blättern. Wenn die Raupen die Blätter verlassen und zur Triebspitze wandern, ist der Bekämpfungszeitpunkt optimal. Denn hat die zukünftige Motte einmal begonnen, ein Gespinst zu weben, ist die Bekämpfung schwierig. »Das Gespinst dient den heranwachsenden Larven als Kokon. Pflanzenschutzmittel sind ab diesem Zeitpunkt nutzlos«, so Fischbach.

Weitere Informationen zur Apfelbaumgespinstmotte, Möglichkeiten der Bekämpfung, Termine und nützliche Tipps erhalten Betroffene auf der Internetseite des Pflanzenschutzdienstes beim hiesigen Regierungspräsdium: pflanzenschutzdienst.rp-giessen.de .



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