30. August 2019, 19:11 Uhr

Auf den Spuren der Räuber

30. August 2019, 19:11 Uhr
Idylle mitten im Wald: Die Pilger bei der Rast am Hohewart-Haus. (Foto: pm)

Zu einer viertägigen Pilgertour auf den Spuren der Räuber im Spessart hatte Dekan Norbert Heide eingeladen. »Möglich, dass wir zum Wirtshaus im Spessart gelangen - wenn uns die Bösewichte nicht vorher gefangen nehmen oder uns gar die Kehle durchschneiden. Es wird ein gefährliches Unterfangen.« Trotz dieser bedrohlichen Aussage machten sich 18 Mutige auf den Weg nach Mespelbrunn.

Die erste Tour bot einen herrlichen Aufstieg über einen alten Weg, den die Schüler vor vielen Jahren täglich gehen mussten, um von der höchstgelegenen Siedlung ins Tal zur Schule zu gelangen. Viele Steinobelisken und Steinplatten säumten den Weg und luden zur Rast ein. Durch den Wald hinauf gelangte man nach Oberwintersbach zur Geißhöhe, dem am höchsten bewirtschafteten Gipfel (520 Meter). Über die Schnorrenhöhe und die Taubendelle wurde der Rundweg beendet. Der Spessarträuberlandweg 3 ist die anspruchsvollste Tour der Spessartwege. Er beginnt in Mespelbrunn und führt zum Wahrzeichen des Spessarts, dem gleichnamigen Wasserschloss. Weiter ging es durch den langen Grund durch das Heimbuchental zur Martinskirche. Dort gab es Impulse von Dekan Heide zum Brief des Paulus an Philemon. Es mussten immer wieder Steigungen bewältigt werden, bis die Kapelle »Herrin der Berge« erreicht war, die ein Heimbuchthaler als Dank für das glückliche Überleben eines Sturmes bei der Überfahrt nach Amerika 1853 errichten ließ. Auf Waldwegen mussten immer wieder Anstiege bei schwülem Wetter bewältigt werden, bis schließlich das Hohewart-Haus mit einer Hausbrauerei mitten im Wald erreicht war.

»Hotzenplotz« ist allgegenwärtig

Der Räuberland-Rundweg 1 führt durch Wälder, Täler mit Wiesen und aussichtsreichen Höhen. Bei sonnigem Wetter waren wieder einige Höhenmeter zu überwinden, bis man die Geißhöhe und den Ludwig-Keller-Turm erreichte. Auf Hohlwegen liefen die Pilger abwärts im Gänsemarsch. Am Weiler Oberschnorrhof wurde der Kapelle der Familie Karl Bauer ein Besuch abgestattet. Zum Abschluss gingen die Pilger »durch die Hölle zur Heimat« - entlang des Elsavatales bis zum Höllhammer, einem ehemaligen Eisenhammer. Dort mussten Hindernisse durch umgefallene Bäume überwunden werden. Im Weiler Heimathen wurde die Kapelle besucht. Heide las an den unterschiedlichsten Orten die spannenden Geschichten von Räuber Hotzenplotz, Seppel und Kasper vor.

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