17. September 2019, 21:32 Uhr

Auf der Suche nach Heimat

17. September 2019, 21:32 Uhr
Eine Karte der Heimat. (Foto: so)

Heimat - der Begriff hat in den vergangenen Jahren eine Renaissance erfahren bis hin zum einem Heimatminister und aktuell in Hessen einer Heimatumlage. Was aber bedeutet Heimat? Wohl für jeden etwas anderes. Ist Heimat der Ort meiner Herkunft? Der Ort, an dem ich meinen Lebensmittelpunkt habe? Der Ort, an dem ich mich wohlfühle?

Was macht es aus, dass man an einem bestimmten Ort »zu Hause« ist? Der Frage gingen knapp zwei Dutzend Grundschüler aus Heuchelheim und Kinzenbach nach. Pfarrerin Cornelia Weber hatte die Drittklässler im Religionsunterricht motiviert, sich mit ihrem persönlichen Heimatbegriff auseinanderzusetzen. Erstellt wurde eine Karte mit den Wohnorten der Kinder in den Dörfern; zudem durfte ein jeder sein Haus malen und mitbringen oder malen, was er mit Heimat verbindet. Fußball und Sportverein, Familie und Essen.

»Auch Schule soll Lebensraum sein, in dem sich Kinder zuhause fühlen - das ist ebenfalls ein Stück Heimat«, sagt Carolin Schleenbecker, die Leiterin der Wilhelm-Leuschner-Schule in Heuchelheim. Sie hat das Projekt der Pfarrerin und der Kinder aus Deutschland, Syrien, Tschechien, der Türkei sowie aus Rumänien mit regem Interesse verfolgt.

Spannend, wenn trotz verschiedener Religionen und unterschiedlicher Traditionen ein gemeinsames Heuchelheimer oder Kinzenbacher Heimatbild entstehen kann.

Schule und Kirchengemeinde haben sich in dieser Frage enger miteinander vernetzt und haben verabredet, das Projekt gegebenenfalls fortzuschreiben. »Die Schule leistet tolle interkulturelle Arbeit«, sagt Pfarrerin Weber. So ist es für sie nur folgerichtig, dass der auf 500 Euro aufgerundete Erlös des evangelischen Gemeindefestes an die Wilhelm-Leuschner-Schule gespendet wird. Das Motto des Somnmerfestes lautete übrigens »Der Geschmack der Heimat, Heuchelheim is(s)t international«. Das Ergebnis der mehrwöchigen Unterrichtsarbeit der Drittklässler wird am kommenden Sonntag beim internationalen Kulturfest im und am Kinzenbacher Mehrzweckgebäude gezeigt werden.

Unter dem Motto »Die Welt, unser Dorf, und wir!« feiern die Heuchelheimer und Kinzenbacher am Sonntag, 22. September, ab 15 Uhr ihr internationales Kulturfest im und am Kinzenbacher Mehrzweckgebäude. Geboten werden Darbietungen und kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt. Es gibt viele Kulturen in der Gemeinde Heuchelheim. Auf diesem Fest sollen die Besucher einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Kulturen erfahren: »Sie werden diesen abwechslungsreichen Nachmittag als Bereicherung im Alltagsleben sehen können«, ist der lokale Integrationsbeauftragte Rolf-Martin Barth sicher.

Er wird das Fest gemeinsam mit Bürgermeister Lars Burkhard Steinz eröffnen. Das Bühnenprogramm wird gestaltet vom Kinderchor »Liederbrücke«, der Tanzgruppe des Kindergartens Kinzenbach, der Trommelgruppe der AWO-Jugendhilfe »Die Welt«, »A Palo Seco« (Flamenco) und Säbeltanz (eine syrische Tanzgruppe). Der Eintritt ist frei.

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