Kreis Gießen

Aus dem tiefen Süden in den hohen Norden

In der Reihe »SPD vor Ort« ging es diesmal nicht um Themen der großen Politik, sondern um die pure Abenteuerlust von Stadtverordneten Oliver Vogler, der seit 2014 beim renommierten Kamerahersteller Leica in Wetzlar in der Leica Akademie arbeitet. Er hatte Bilder von seinen Fotosafaris in der Antarktis und der Artkis im Gepäck und erzählte von den abenteuerlichen Touren.
30. Mai 2017, 19:38 Uhr
der Redaktion
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Mit Eintrachtmütze in der Antarktis: Oliver Vogler. (Repro: dis)

In der Reihe »SPD vor Ort« ging es diesmal nicht um Themen der großen Politik, sondern um die pure Abenteuerlust von Stadtverordneten Oliver Vogler, der seit 2014 beim renommierten Kamerahersteller Leica in Wetzlar in der Leica Akademie arbeitet. Er hatte Bilder von seinen Fotosafaris in der Antarktis und der Artkis im Gepäck und erzählte von den abenteuerlichen Touren.

Von Argentinien ging es mit dem Schiff zum südlichsten Kontinent. Die ersten Tage waren jedoch kein Vergnügen, denn der Sturm ließ fast alle Seereisenden einschließlich des Kapitäns seekrank werden. Doch als Vogler seinen Fuß auf den eisigen Boden der Antarktis setzte, fühlte er, dass es die Strapazen wert war. Ihn beeindruckten vor allem die Ruhe und die Naturlandschaften aus Eis und Schnee. Ein Traum für jeden Fotografen, und so verewigte er viele beeindruckende Landschaften auf der Speicherkarte. Spannende Motive bot die verlassene Walfängerstation in Deception Island. Ein Vulkanausbruch hatte die Walfänger vertrieben. In den Briefkasten des Postamtes von Port Lockroy warf er eine Postkarte, an sich selbst adressiert. Sie kam erst nach Monaten bei ihm an.

War Vogler im März noch in der Antarktis, folgte im Juli die Arktis. Während ihn im tiefsten Süden minus 40 Grad erwarteten, waren es im hohen Norden vergleichsweise milde plus 3 bis minus 6 Grad. Von Spitzbergen aus ging es ins Packeis. Hier beobachtete er einige Eisbären. Doch der Klimawandel sei deutlich bemerkbar, sagte Vogler. Denn die Eisbären finden keine Nahrung mehr, meist Robben, weil die geschlossene Eisdecke immer weiter zurückweicht und auch die Gletscher abschmelzen. Die Aufnahmen von Walrössern, Buckelwalen, Rentieren und Meeresvögeln waren seine weitere Ausbeute an Tieraufnahmen. Die Zuhörer von »SPD vor Ort« machten im Anschluss deutlich, dass sie gerne eine Fortsetzung des Abends mit dem Fotografen Vogler erleben würden.

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