17. Mai 2018, 22:16 Uhr

Ball soll im Herbst wieder rollen

17. Mai 2018, 22:16 Uhr
Bürgermeister Horst Röhrig (5. v. l.) greift direkt zum Spaten, während Vereinsvorsitzender Erik Schimpf (M.) den Bescheid entgegennimmt. (Foto: pad)

Der erste Spatenstich für den neuen Kunstrasenplatz in Oberkleen ist gemacht. Unklar ist derzeit allerdings noch, wer den zweiten und dritten Spatenstich übernimmt: Da die Ausschreibung noch läuft, steht die Baufirma noch nicht fest. Ob die geplanten Kosten von 485 000 Euro eingehalten werden können, lässt sich ebenfalls noch nicht abschätzen. Beim Pressetermin zeigten sich die Verantwortlichen aber zuversichtlich, dass die Arbeiten bis zum Herbst abgeschlossen sind.

Federführend für die Arbeiten wird der FC Cleeberg sein. Der Grund dafür ist, dass die Gemeinde im Vergleich zu einem Verein deutlich weniger Fördermittel vom Land erhalten würde. Der FC Cleeberg konnte bereits im Januar einen Bescheid über 50 000 Euro aus dem Investitionsprogramm »Sportland Hessen« entgegennehmen. 345 000 Euro und damit den Anteil der Kommune übergab nun Bürgermeister Horst Röhrig. Er erklärte gleichzeitig, dass die Kommune eine weitere Unterstützung prüfen werde, falls die Arbeiten nach der Ausschreibung doch teurer würden. Dies sei aufgrund der derzeit boomenden Bauwirtschaft durchaus zu befürchten. Mit dem Blick auf die nahe gelegene Grundschule äußerte er die Hoffnung, dass auch diese den Platz nutzen werde.

Dass der Kunstrasenplatz im Vergleich zu anderen gleichartigen Plätzen wesentlich günstiger gebaut werden kann liegt daran, dass man bereits beim Sportplatzbau an diese Variante gedacht hatte. Als 2002 der Platz in Oberkleen als Tennenplatz angelegt wurde, hat man im Unterbau Vorkehrungen für den Fall einer späteren Umwandlung getroffen. Ingenieur Lothar Gersmann ist seinerzeit wie heute für die Planungen verantwortlich. »Ich arbeite gerne mit Vereinen«, sagte er, »die sind auch nach 16 Uhr erreichbar.«

Der FC Cleeberg ist an den Bauarbeiten aktiv beteiligt. Das Entfernen des roten Belags in eine Tiefe von acht Zentimetern wird in Eigenleistung mit Unterstützung einer ortsansässigen Firma bewerkstelligt. Auch die Pflasterung rund um den Sportplatz übernimmt der Verein.

Den Platz selbst wird eine Fachfirma anlegen. In Oberkleen rechnet man mit einer Lebensdauer von etwa 20 Jahren für das künstliche Grün. Bis der Platz bespielbar ist, wird auf den Rasenplatz in Cleeberg ausgewichen. Da dieser jedoch in den Wintermonaten für den Spielbetrieb ungeeignet ist, soll bis Ende September der neue Kunstrasenplatz einsatzbereit sein.

Röhrig konnte zudem den Vereinsmitgliedern rund um Vorsitzenden Erik Schimpf Hoffnung machen, dass auch bald ein Sportlerhäuschen mit Umkleide und Toilette neben dem Platz errichtet werden könnte. Die Untere Naturschutzbehörde habe sich die Gegebenheiten vor Ort angeschaut und Möglichkeiten aufgezeigt.

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