25. Oktober 2018, 22:21 Uhr

Bebauungsplan macht Fortschritte

25. Oktober 2018, 22:21 Uhr
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Von Volker Heller

Einstimmig hat der Bauausschuss der Stadt Lollar beschlossen, dass der überarbeitete Entwurf des Bebauungsplans »Hinter der Holzmühle« (am AWO-Seniorenheim) öffentlich ausgelegt werden soll. Die erstmalige Offenlegung im Rathaus hatte Bürgern und Behörden die Gelegenheit gegeben, sich zu äußern. Dem Bauausschuss erläuterte Cathrin Ferber vom Planungsbüro Holger Fischer einige durch die erste Offenlegung bedingte Änderungen am Bebauungsplan.

Tierarten, die Ausgleichsflächen erfordert hätten, gebe es auf dem künftigen Baugebiet keine. Da einige Bäume gefällt würden, sollten ersatzweise lediglich neue Nistkästen aufgehängt werden. Es soll dafür gesorgt werden, dass entlang der 6,50 Meter breiten Erschließungsstraße parkende Fahrzeuge die Rettungsdienste nicht behindern. Als allgemeine Ausgleichsfläche ist ein Acker in der Gemarkung »Auf dem Russland« (entlang der Bundesstraße 3) vorgesehen.

Im Norden dieser Fläche stehen bereits Obstbäume. Aus dem Acker wird ein extensiv gepflegtes Grünland. Damit werde zusätzlich ein schon lange gehegter Wunsch des Jagdpächters erfüllt, sagte Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek. Die Stadt habe sogar die Pflicht, solche Äsungsflächen anzubieten. Eine zweite Ausgleichsfläche ist am Lollarer Kopf geplant. Das auf dem Baugebiet ursprünglich angedachte Regenrückhaltebecken wird nicht gebaut.

Stattdessen soll ein Staukanal in die Erschließungsstraße eingelassen werden. Dieser ermöglicht es, Oberflächenwasser hierin gedrosselt einzuleiten. Der bestehende Park am AWO-Seniorenheim bleibt weitgehend erhalten. Petra Schubert (Grüne) leierte eine Diskussion an, ob es per Satzung möglich sei, die heutzutage beliebten Schotterflächen in den Vorgärten zu unterbinden. Die Insektenwelt finde keine Nahrung mehr.

Ausschussvorsitzender Harald Pusch (SPD) wusste, ein Grundstückseigentümer dürfe höchstens 60 Prozent der Außenfläche befestigen, wozu Schotter zähle. Falls demnächst das Stadtparlament ebenfalls zustimmt, liegt der Planentwurf erneut für einen Monat im Rathaus offen. Danach wird der Bebauungsplan als Satzung beschlossen, der Investor kann den Bagger bestellen.

Im August haben die Stadt Lollar, der Zweckverband Lollar/Staufenberg und der Investor Inikom bereits den städtebaulichen und Erschließungsvertrag geschlossen. Der Kaufvertrag zwischen der Stadt und Inikom über verschiedene Grundstücke wurde ebenfalls im August notariell beglaubigt.



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