14. November 2017, 18:48 Uhr

Bewegung, die begeistert

14. November 2017, 18:48 Uhr
Fantasie anregen, Freude bereiten, Sportler heranziehen, Tradition bewahren und zukunftsfähig machen – all das ist in Lich mithilfe des Basketballsports möglich. (Foto: pm)

»Bewegung macht stark« nennt sich ein Jugendprojekt, das die Basketballer des TV Lich gemeinsam mit Alba Berlin auf die Beine gestellt haben. Ziel ist es, junge Menschen für den Sport zu begeistern, und zwar mit einem ganz bestimmten Konzept. Nach den ersten 100 Tagen wurde Bilanz gezogen und die fiel durchweg positiv aus.

Der Einladung von Annette Gümbel (TV Lich) und Henning Harnisch (Alba Berlin) folgten nicht nur Landrätin und Schirmherrin Anita Schneider, sondern auch einige der Sponsoren sowie das Licher Basketball-Urgestein Werner Soffel. Gemeinsam mit dem hauptamtlichen Trainer Freddy Lengler und Vertreterinnen der kooperierenden Kindergärten gaben die Verantwortlichen einen alle begeisternden Rückblick auf die vergangenen 100 Tage. Gleichzeitig bestand bei der an diesem Tag erstmalig stattfindenden »Kinder- und Sport-Basketball Academy« Gelegenheit, sich einen Eindruck davon zu verschaffen, welche Begeisterung und Freude herrscht, wenn sich 157 Sport- und Basketballbegeisterte an mehreren Stationen für verschiedene Levels – vom »Rookie« und »Junior« über den »Player«, »Baller« und »Master« bis hin zum »Allstar« – Punkte und Trikots erspielen.

Die anschließende Gesprächsrunde eröffnete Henning Harnisch, in Lich aufgrund des Erfolgs bereits »der Guru« genannt, mit einem Einblick in die vier Logiken, auf denen das Gesamtkonzept basiert. So spielen eine definierte Region, wie in diesem Fall Lich, die Sportlogik, in die alle vom Kindergartenalter an zu sportbegeisterten Bürgern herangezogen werden sollen, eine ebenso große Rolle wie die Kulturlogik, dass Basketball die Fantasie anregt, Spaß macht und das Bewusstsein stärkt.

Schnell viele Früchte getragen

Abgerundet wird das Konzept durch die Traditionslogik, denn »jeder Ort hat eine eigene Tradition, die bewahrt und zukunftsfähig gemacht werden muss«, betont Harnisch, der mit Alba Berlin, die sich seit zwölf Jahren im Jugendsport engagieren, mit bestem Beispiel voran geht. Zudem sei es unabdingbar, dass Schul- und Vereinssport gemeinsam die Zukunft des Sports gestalten müssen.

Dass die Idee bereits mehr Früchte getragen hat als zu Anfang erwartet und bei den Kindern große Begeisterung auslöst, das konnte Freddy Lengler bestätigen. Er ist gemeinsam mit dem FSJler Yannik Ribbecke bereits in drei Licher Kindergärten, an neun Schulen und im Jugendheim mit verschiedenen Sportangeboten tätig. Neben Ballbewegungsspielen, einfachen Koordinationsübungen und Basketballtrainings reicht das Angebot bis hin zu einem Kurs »Sportmanagement« im zehnten Schuljahr der Dietrich-Bonhoeffer-Schule. »Die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften und Erziehern läuft sehr gut«, lobt Lengler, der sich darüber freut, dass man bereits mit weiteren Schulen in Kontakt stehe, um auch dort entsprechende Angebote zu realisieren. Auch seitens der Kindergärten erhielten die Verantwortlichen großes Lob für die ersten Aktionen und wünschen sich hier weitere Unterstützung.

Für die Schirmherrin liegen die positiven Effekte auf der Hand. »Sport entwickelt Menschen«, erklärte Landrätin Anita Schneider. »Wir unterstützen genau aus diesem Grund Vereine und Trainer und wünschen uns eine engere Zusammenarbeit von Verein und Schule, denn zu Bildung gehört auch Sport.« Die Ideenschmiede des TV Lich sei ein tolles Vorbild.

Dass sie mit ihrem Engagement genau richtig liegen, begeisterte auch die anwesenden Sponsoren. »Es überrascht mich, ehrlich gesagt, was in dieser kurzen Zeit auf die Beine gestellt wurde«, lobte beispielsweise Uwe List (Asklepios Klinik). »Der Spaß, den die Kinder dabei haben, ist für uns der größte Dank. Zudem ist die Kooperation auch für unsere Mitarbeiter eine tolle Schnittstelle.« So standen beim letzten Basketball-Camp ein Arzt und ein Physiotherapeut den interessierten Kindern Rede und Antwort.

Die Ideenschmiede Lich hat bereits neue Ziele. Derer drei äußerte Annette Gümbel im Blick auf das kommende Jahr: eine Basketball-Mädchenmannschaft, ein Sportangebot für gehandicapte Kinder und dass das Angebot in Zukunft gesichert und weiter ausgebaut werden kann. Große Ziele, da darf man auf die nächste Zwischenbilanz gespannt sein.

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