02. Juli 2017, 09:00 Uhr

Jahrestag

Bürgerpark Lich ist ein Erfolgsmodell

Seit fast einem Jahr kommen die Menschen im Bürgerpark täglich zusammen. Sie spielen, sie lachen und sie unterhalten sich. Doch das Projekt ist noch längst nicht abgeschlossen.
02. Juli 2017, 09:00 Uhr
Nach wie vor der absolute Renner unter den Angeboten im Bürgerpark: der Wasser-Matsch-Bereich, der besonders bei den Kleinen sehr beliebt ist. (Archivfoto: ti)

Katharina Hillgärtner-Erll wollte einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Ein Ort für Jung und Alt. Ein Ort, an dem aus Gesellschaft Gemeinschaft wird. Seit einem Jahr geschieht all das mitten in Lich. (Fast) jeden Tag. Denn Hillgärtner-Erll hat ihren Wunsch mit der tatkräftigen Hilfe vieler anderer wahr gemacht.

Kommendes Wochenende feiert der Bürgerpark seinen ersten Geburtstag. Und nach wie vor ist die Vorsitzende des gleichnamigen Vereins von dem Projekt begeistert, zieht nach den ersten knapp 365 Tagen eine positive Bilanz.

»Wenn Sie 200 glückliche Menschen auf einem Haufen sehen wollen, dann müssen Sie in den Bürgerpark gehen«, sagt Hillgärtner-Erll und lacht. Dabei ist ihre Aussage keineswegs scherzhaft gemeint. Im Gegenteil: Das Konzept eines Mehrgenerationenspielplatzes inmitten der Kernstadt ist in ihren Augen aufgegangen. Als ein Beispiel nennt sie das Multifunktionsfeld, auf dem regelmäßig einander unbekannte Menschen zusammenfinden, junge wie alte. »Ich staune immer wieder darüber.« Absolut beliebt bei den Besuchern auch der Wasser-Matsch-Bereich und die großen Bänke. Hillgärtner-Erll: »Die sind immer belegt.«

Noch etwas hat sich laut der engagierten Ehrenamtlichen bestätigt: Die Annahme, dass jemand, der den Bürgerpark mit aufbaut, im Nachhinein Verantwortung für diesen übernimmt. Soll heißen: Man hat ein Auge auf das Areal und die Besucher. Müll liegt nur wenig herum, Vandalismus ist eigentlich kein Thema. Von einem Fitnessgerät seien Griffe abgeschraubt und mitgenommen, in der Holzröhre ein Brett mutwillig beschädigt worden, berichtet die Vorsitzende. Doch das seien Einzelfälle. Ob es irgendetwas gibt, das sie aus heutiger Sicht anders machen würde? »Ehrlich gesagt, nein«, antwortet sie. »Alles ist gut gelaufen.« Eine Sache bedauert sie aber doch: Dass sich so mancher, der den Bürgerpark intensiv nutzt, nicht engagiert. Ob in Form einer Mitgliedschaft oder bei den Arbeitseinsätzen, die regelmäßig anstehen. In den Sommermonaten alle zwei Wochen. »Hier würde ich mir mehr Unterstützung wünschen«, sagt Hillgärtner-Erll. Denn vor allem Dinge wie Rasen mähen, Sträucher schneiden und dergleichen bleibt oft an denselben Personen hängen. Allerdings seien die nach wie vor »hoch motiviert«.

Besserung verspricht sie sich von einem neuen Konzept zur Pflege des weitläufigen Areals, für welche der Verein ebenso wie für den Erhalt verantwortlich ist. Zum einen hat der Vorstand diesmal die Mitglieder im Vorfeld schriftlich über die in der Saison anstehenden Termine informiert. Zum anderen sucht das 13-köpfige Führungsteam jemanden, auf den es regelmäßig zurückgreifen kann, wenn etwas zu tun ist. Für seinen Einsatz wollen die »Bürgerparkler« demjenigen eine Ehrenamtspauschale zahlen, die aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert wird. Das schafft Entlastung für den Vorstand, der so wieder mehr Zeit für neue Projekte hat, hofft die Licherin.

Und neue Projekte gibt es einige, denn der Bürgerpark soll sich weiterentwickeln: Geplant ist, das Ufer zur Wetter zu bepflanzen, um das Gefahrenpotenzial an dieser Stelle zu reduzieren. Eine Nestschaukel ist gewünscht, ebenso Picknick-Bänke. Zunächst steht aber das Aufstellen des »Toilettenhäuschens« auf dem Programm, das auch Platz für einen Abstellraum bieten wird. Hillgärtner-Erll: »Die Anschlüsse sind vorbereitet, wir warten nur noch auf den Container.« Geliefert werden soll dieser Ende Juli. Das nächste ist dann im Spätsommer der Bau der neuen Skateranlage.

Die Planungen seien erfolgreich gelaufen, viele der künftigen Nutzer in die Gespräche eingebunden gewesen. Kosten wird sie etwa 40 000 Euro. Die Hälfte davon trägt der Bürgerparkverein, die andere Hälfte die Stadt. Bevor es so weit ist, wird zwei Tage lang gefeiert, denn »der erste Geburtstag soll etwas Besonderes sein«.

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