18. November 2019, 22:16 Uhr

CDU sieht »Götterdämmerung«

18. November 2019, 22:16 Uhr

Unter dem Titel »Götterdämmerung« reagiert die CDU Allendorf auf den Bericht vom Samstag zur Lumdatalbahn mit einer Pressemitteilung. Die Forderung der Bahn, einen Kreuzungspunkt für die Lumdatalbahn zu bauen, damit zwei Züge die eingleisige Strecke befahren können und somit der Deutschland-Takt der DB erreicht werde, erweise sich für die LB-Aktivisten wohl als Eigentor. Der Vorstand des LB-Vereins sehe nun den Bund in der Pflicht, diese Mehrkosten zu tragen. Das sei eine Verdrehung von Sachzusammenhängen, schreibt der Fraktionsvorsitzende Ulrich Krieb.

Wie im Kreisausschuss für Verkehr, Energie und Umwelt mitgeteilt worden sei, habe man auch in Erwägung gezogen, Mittel aus dem Klimaprogramm des Bundes für den Bahnbau zu akquirieren und damit womöglich eine neue Diskussion für Bahnprojekte des Bundes unter 75 Millionen Euro angestoßen.

In der vorliegenden Machbarkeitsstudie zum »Mitfall 4« sei der Bau eines Kreuzungspunktes bereits geprüft und als nicht nötig erachtet worden. Mit dieser baulichen Einschränkung habe man die Kosten im Sinne der Machbarkeitsstudie mit rund elf Millionen Euro beziffern können. Das heiße, der NKU-Wert von über 1,0 wäre mit einem Begegnungsverkehr nicht erreicht worden. Im Schlussgutachten zum »Mitfall 4« liege er nur durch die Einbeziehung von sogenannten »weichen Faktoren« bei 1,68, eigentlich werde er mit 0,65 festgestellt.

Drei Millionen Euro Eigenanteil?

Erstmals erfahre die Öffentlichkeit von einer zurzeit in Auftrag gegebenen Kostenschätzung, deren Ergebnis dann in eine Kostenaufteilung zwischen den Beteiligten münden soll. Bisher, so auch die Aussage von Landrätin Schneider im Oktober in Allendorf, kämen keinerlei Kosten auf die Städte und Gemeinden Lollar, Staufenberg, Allendorf und Rabenau zu. Das Land baue, die Betriebskosten würden RMV und der Zweckverband Oberhessische Verkehrsbetriebe (ZOV) übernehmen. Dass der Landkreis Gießen an den Verkehrsverbünden beteiligt sei und die Kosten sich auf die Kreisumlage auswirken würden, werde nicht gesagt.

Im Falle der Umsetzung des Bahnprojekts werde das Land Hessen maximal 85 Prozent der Baukosten tragen, so die CDU weiter. Sollten sich die Kosten wie bei der parallel geplanten Horlofftalbahn in Richtung 20 Millionen Euro bewegen, blieben gut drei Millionen Euro als Eigenanteil bei Landkreis und Kommunen für den Bau. Für Allendorf bedeute dies nach dem seitens der Mehrheitsfraktionen in der Stadtverordnetenversammlung vorgehaltenen Strukturbeitrag von 150 000 Euro weitere steuerliche Belastungen. Die CDU erinnert daran, dass Allendorfs Bürgermeister Thomas Benz bei seiner Wahl auf die Frage, wie er es denn mit der Lumdatalbahn halte, geantwortet habe: »Ich bin dafür, wenn sie nichts kostet.« Ob Benz mit seinen Kollegen im Lumdatal schon über die Kostenaufteilung gesprochen habe, fragen sich die Christdemokraten. Er schweige, wie die Vertreter von SPD, Freien Wählern, Grünen und der BfA/FDP. Benz solle den Bürgern sagen, wie viel Steuergeld er für die Bahn demnächst von den Allendorfern fordern wird.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Allendorf
  • CDU
  • CDU Allendorf
  • Forderungen
  • Fraktionschefs
  • Freie Wähler
  • Machbarkeitsstudien
  • Mehrkosten
  • SPD
  • Züge
  • Allendorf
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 1 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.