16. November 2018, 22:17 Uhr

Das Miteinander im Blick

16. November 2018, 22:17 Uhr
Zuhörer bei der Arbeit: Was motiviert mich zum Ehrenamt in einem Verein? (Foto: vh)

Die Arbeiterwohlfahrt Rabenau, die 2021 ihr 75-jähriges Bestehen feiert, hatte dieser Tage zum Motivationsabend »Vereinsleben in der Rabenau« in die Gaststätte »Zum alten Born« eingeladen. Ein neugieriges Publikum aus Rüddingshausen, der übrigen Rabenau und darüber hinaus war gekommen.

Mit dabei die Regionalmanagerin des Vereins Region Gießener Land, Anette Kurth, und der Vereinsvorsitzender Kurt Hillgärtner sowie Andreas Schaper von der Fachstelle für Demokratie im Lumdatal (Rathaus Staufenberg).

AWO-Vorsitzender Albert Schäfer sagte, man wolle »Motivationsanreize zur aktiven Freizeitgestaltung« finden, insbesondere für Neubürger. Eine Spezialistin für das Vereinswesen, Claudia Koch vom Dienstleister pro regio in Frankfurt, gab fachliche Unterstützung. Sie verwies darauf, dass in Deutschland jährlich 15 000 Vereine oder ähnliche Organisationen gegründet würden. Viele Vereine hätten aber Probleme, den Vorstand zu besetzen. Datenschutzprobleme erschwerten die Mitgliederverwaltung. Heute sei es eher üblich, kurzfristig irgendwo zu helfen.

Schäfer verriet, er habe zu seinen Glanzzeiten 32 Vereinsmitgliedschaften gehabt (heute noch etwa 15). Der frühere Volksschullehrer Philipp Flath sei damals im Ort die bestimmende Autorität gewesen. 1958 habe er dem 15-Jährigen gesagt: »Albert, du machst den Ansager der Sing-, Spiel- und Trachtengruppe.« Schäfer machte das 50 Jahre lang und im Laufe der Zeit vieles mehr. Seine Hauptmotivation: »Ich bin gerne mit Menschen zusammen.«

David Vyletel (Burschenschaft, Fußball-Schiedsrichter) und Bianca Thomas (Vorstand Frauenchor, Übungsleiterin Gymnastik) erläuterten ebenfalls ihre Motivation, am Vereinsleben teilzunehmen. Neue Leute kennenzulernen und Abwechslung zum Beruf wurden unter anderem als Gründe genannt.

Forderungen an die Politik erarbeiteten alle Teilnehmer gemeinsam: Datenschutz vereinfachen, Bürokratie abbauen (besonders bei den Finanzen), Vereinsgründung einfacher gestalten, Ehrenamtspauschale erhöhen, Übungsleiterpauschale aufstocken, Arbeitszeugnisse wie das für Schüler. Jan Linker und Thomas Metz von der Freiwilligen Feuerwehr, Michaela Winkler und Laura Zinnkann (Frauenchor), Albert Schäfer (AWO) sowie Karl-Eberhard Pfeiff (Kirchenchor Londorf/Chor Regenbogen) stellten ihre Vereine und Gruppen vor.

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