19. April 2019, 18:07 Uhr

Der Wirtshaussaal im Lumdatal und die Zeitreise in die Siebziger

19. April 2019, 18:07 Uhr

Wenn das die Oma Horn noch erleben könnte! Im Wirtshaus »Zum alten Bahnhof« in Allendorf/Lumda geht musikalisch immer noch die Post ab wie zu den besten Zeiten dieser taffen Wirtin, die ehedem im Saal des Hauses die angesagtesten Rock- und Beatbands der Region zu Gast hatte und mit diesen die jungen Leute aus der ganzen Gegend. Am Samstag nach Ostern dreht ihr Enkel Udo Becker wieder einmal die Zeit zurück, lässt – dank freundlicher Unterstützung der musik-nostalgisch veranlagten Dreihäuserin Heidrun »Woase« Wurtinger – die unvergessene Formation »Whisky Music« auffahren.

Nie gehört diesen Namen? Von 1974 bis 1977 war diese Combo, neben wenigen anderen, das Maß der Dinge in Sachen Rockmusik. Zur Band zählten Mick Otto, Felipe Lopez, Werner Zörb (ehem. Tomy-Olden-Boys), Walter Brück, der spätere Penny-Lane-Sänger Norbert Beppler und als Keyboarder Volker Zipp. Nach der Trennung – so war’s zu lesen in dieser Zeitung, als sich die Serie »Nostalgisches aus dem Gießener Land« im Oktober 2013 ausführlich mit der Sunshine Company beschäftigte – widmeten sich Otto und Brück besagter »Sonnenschein-Gilde«, der sich später auch Lopez anschloss.

Und nun? Wer wird musizieren beim Rock- und Beatmusiker-Klassentreffen? Norbert Beppler ist dabei, dann natürlich auch Mick Otto und Bassist Felipe Lopez. Die Drums bedient Roland Schäfer. Zudem auf der Bühne: Gitarrist Uli Vogel, Ex-Gent Klaus Wurdinger und – noch einer aus der Ur-Besetzung – Keyboarder Volker Zipp.

Die Kartennachfrage sei riesig, sagt Udo Becker. Es werde mindestens so voll wie bei den Misfits. Und schon da, so erinnert er sich, bei der Revival-Premiere vor gut zwei Jahren, passte kaum mehr eine Maus in den Wirtshaussaal.

Für einige Akteure (und gewiss etliche Besucher) ist es denn auch eine Rückkehr in einen Musik- und Tanztempel ihrer jungen Jahre. Als die Gießener Allgemeine Zeitung 2013 im Gespräch mit Mick Otto die Sunshine-Geschichte ausbreitete, da war nämlich hinsichtlich der bevorzugten Spielstätten nicht nur vom »Einhaus« bei Asslar und vom »Hüttenberger Mühlchen« oder der TV-Turnhalle in Großen-Linden die Rede, sondern eben auch von Oma Horn: Legendär seien sie gewesen, die alljährlichen Gastspiele zum Nikelsmarkt.

Nun also steht eine Neuauflage unmittelbar bevor. Man sieht sich – in alter Frische! Und in der Hoffnung, dass es, wie Mick Otto gern sagt, wieder ein Fest fürs Leben wird. (no/Foto: bf)

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