12. Juni 2019, 21:42 Uhr

Feuer in der Kita

Die Betreuung läuft wieder

Nach dem Brand in der Kita Rappelkiste in Heuchelheim läuft ab Donnerstag die Betreuung wieder an. Räume stehen u.a. in der alten Kinzenbacher Kita und bei der Evangelischen Gemeinschaft bereit.
12. Juni 2019, 21:42 Uhr
Mehr als 100 Eltern vernehmen, wie es mit der Betreuung nach dem Brand der »Rappelkiste« weitergeht. (Foto: so)

Von Donnerstage an werden alle Kinder aus der Kita »Rappelkiste« wieder eine Betreuung haben. Bereits am vierten Tag nach dem Brand ist Ersatz für den am Sonntag durch ein Feuer zerstörten Kindergarten geschaffen. Für alle rund 120 Kinder aus den bislang sieben Gruppen. Und zu den von den Familien benötigten Betreuungszeiten bis 13, 15 oder auch 17 Uhr.

Drei neue Standorte

Die Betreuung der »Rappelkiste«-Kinder wird ab Donnerstag an drei neuen Standorten organisiert: Zum einen reaktiviert die Gemeinde den vor anderthalb Jahren aufgegebenen Kindergarten an de Kinzenbacher Wiesenstraße für rund 45 Kinder. Zum anderen können 17 Kinder in der neuen Kinzenbacher Kita am Blumenring aufgenommen werden. Und zum dritten stellte die Evangelische Gemeinschaft Heuchelheim in ihrem Gemeindehaus am Akazienweg das komplette Untergeschoss bereit. Dort werden von heute an 60 Kinder betreut werden.

Die Räume werden seit Montag bereits möbliert und ausgestattet. Dank gilt da den Nachbargemeinden Biebertal und Wettenberg: Von dort werden gebrauchte Möbel bereitgestellt.

Applaus beim Elternabend

Mehr als 100 Eltern vernahmen die guten Nachrichten am Mittwochabend in der Gemeindeverwaltung mit Erleichterung. Applaus brandete auf, als die stellvertretende Leiterin der Rappelkiste den Familien wie auch dem Erzieherinnen-Team mit Blick auf die Zukunft zusicherte: »Wir werden alle wieder zusammenkommen!« Bürgermeister Lars Burkhard Steinz und Kit-Gesamtleiterin Michaele Bellof sicherten zu, man wolle die Kinder eben nicht einfach nur unterbringen, sondern man sorge »für ein gute Lösung«.

Wiederaufbau im Blick

Die Betreuung in den drei Ausweich-Standorten wird definitiv erst einmal bis zur Sommerpause der Kindergärten ab 22. Juli stattfinden, gegebenenfalls auch noch etwas darüber hinaus. Doch jetzt schon sind die Planungen angelaufen, um den Betrieb der Kita Rappelkiste in ihre Gesamtheit, das heißt alle Gruppen an einem Standort, wieder herzustellen. Die jetzt provisorisch geschaffenen Lösungen, für die man dankbar ist, sollen sich nicht verfestigen, verspricht Bürgermeister Steinz den Eltern.

Also wird geschaut, wie eine Betreuung aussehen kann, bis die »Rappelkiste an der Kindergartenstraße wieder aufgebaut ist. Da sind mehrere Möglichkeiten im Blick: Der Bau eines »Container-Kindergartens«, der Umbau von nicht mehr benötigten Flüchtlingsunterkünften, oder auch der Einzug in eine leerstehende Gewerbe-Immobilie. All das soll in den kommenden Wochen sorgsam geprüft und dann entschieden werden.

Parallel dazu sollen die Planungen für den Neubau der Rappelkiste anlaufen. Ob überhaupt und in welchem Umfang Teile des Gebäudes erhalten werden können, das prüfen derzeit Sachverständige.

Riesige Hilfsbereitschaft

Bürgermeister Steinz, Marita Kraus vom Gemeindevorstand und Roland Kraus (Führungsstab) zeigten sich überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Heuchelheimer Bürger, Unternehmen, Banken und Kirchengemeinden, darüber hinaus auch aus den Nachbargemeinden, vom Kreis und vom Regierungspräsidium. Ab sofort ist ein Spendenkonto für Hilfen beim Wiederaufbau der Kita freigeschaltet (Info auf www.heuchelheim.de). Auch der Kita-Förderverein schaltet einen Spendenaufruf. Zudem gibt es von Heuchelheimer Bürgern eine Hilfsgruppe auf Facebook. (»Hilfe für den abgebrannten Kindergarten«; und auch die Marktschänke hat eine Hilfsaktion gestartet.

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