28. Februar 2019, 18:53 Uhr

Eine Ausnahmepianistin

28. Februar 2019, 18:53 Uhr
Aleksandra Mikulska begeistert ihr Publikum im Barfüßerkloster. (Foto: dis)

Zu einem musikalischen Leckerbissen hatte der Barfüßer-Förderkreis Kultur dieser Tage ins Barfüßerkloster eingeladen. Mit der gebürtigen Warschauerin Aleksandra Mikulska (Jg. 1981) trat eine hochkarätige Musikerin auf, die zu den bedeutendsten Vertretern einer jungen Generation von Ausnahmepianisten gehört. Dabei verkörpert sie die von Frédéric Chopin einst für das Klavierspiel geforderten Eigenschaften in höchstem Maße und strahlt Sensitivität, musikalische Ausdrucksfähigkeit und makellose, transparente Spieltechnik aus.

Zugaben vor vollem Haus

Das Programm mit Werken von Frédéric Chopin und Franz Liszt zeigte, dass ein Schwerpunkt von Mikulskas künstlerischem Wirken in der Verbreitung der Musik großer Komponisten ihrer polnischen Heimat liegt. So ist es nicht verwunderlich, dass ihre Interpretationen mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen bedacht wurden, darunter dem Sonderpreis als beste polnische Pianistin beim XV. Internationalen Frédéric-Chopin-Wettbewerb in Warschau. Hinzukommen Konzerteinladungen namhafter Häuser und die Zusammenarbeit als Solistin mit Orchestern in Europa sowie regelmäßige Gastspiele bei Internationalen Festivals.

Beim Konzert in Grünberg gab Aleksandra Mikulska auch Erläuterungen zu den von ihr zu Gehör gebrachten Werken. Im ersten Teil spielte sie Kompositionen von Frédéric Chopin, darunter etwa die Ballade f-Moll op. 52 sowie das Fantasie-Impromptu in cis-Moll op. 66. Der zweite Teil des Konzertes begann mit der Sonate h-Moll, die als eines der bedeutendsten technisch anspruchvollsten Klavierwerke der Romantik und als Höhepunkt des ungarischen Komponisten Franz Liszt gilt. Abschließend erklang als musikalisches Highlight die Ungarische Rhapsodie Nr. 12 von Liszt: Sie bietet ein einzigartiges Gemisch aus Melancholie, glitzernder Tastenakrobatik und stürmisch-mitreißendem Tanz. Das Publikum war von der Spielkunst und der Souveränität der Künstlerin begeistert und zollte ihr den hochverdienten stürmischen Applaus. Zwei Zugaben wurden vor vollem Hause gerne gewährt.

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