19. November 2019, 22:16 Uhr

Eine Marke für Unterhaltung

19. November 2019, 22:16 Uhr
Helmut Baier, Gründer der Original Biebertaler Musikanten, beim 20-jährigen Bestehen in der Großsporthalle Biebertal. Archivfoto: m

Die Original Biebertaler Musikanten sind ein Markenzeichen für beste Unterhaltungsmusik. Über die klassische Blas- und volkstümliche Musik hinaus sind sie musikalisch breit aufgestellt. Nicht zuletzt wegen ihrer Beständigkeit sind sie weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannt. Seit 1969 gibt es diesen Klangkörper. Um Verwechslungen mit zahlreichen weiteren, in den 60er Jahren gegründeten Egerländer Kapellen im Bundesgebiet zu vermeiden, entschied man sich bei der Namensgebung für die Wahlheimat von Helmut Baier, dessen Name als Gründer, Orchesterchef, Dirigent, Arrangeur, Sänger und Komponist wie kein anderer mit der Formation verbunden ist.

Volle Konzertsäle und über Jahre andauernde feste Engagements bei den unterschiedlichen Veranstaltungen und eine große, altersgemäß gut durchmischte Fangemeinde geben Zeugnis davon, dass der 1932 in der Musikstadt Graslitz geborene Helmut Baier den richtigen Weg eingeschlagen hatte, den seine Nachfolger beharrlich weiterverfolgten.

Die musikalische Qualität ist ein Garant für den Erfolg. Auf dem Zwodauer Treffen im Notaufnahmelager Gießen stellte sich der Klangkörper mit Helmut Baier (Trompete), Dieter Fischer und Erhard Högy (beide Flügelhorn), Manfred Weinecker (Bariton), Walter Eisenkrämer (Tenorhorn), Gustl Werner (Waldhorn) und Franz Lang (Tuba) erstmals einem größeren Publikum. Viele Auftritte bleiben unvergessen, so auch das Jubiläumskonzert zum 20-jährigen Bestehen mit 1500 Gästen in der Großsporthalle Biebertal, darunter »Marianne und Michael«.

Beständigkeit und Leidenschaft

In der Besetzung überwog Beständigkeit. Alexander Römer, der heute gemeinsam mit Katja Brück das Gesangsduo bildet, spielte noch unter Helmut Baier, der 1997 verstarb. Einziges noch lebendes Gründungsmitglied ist Manfred Weinecker aus Fellingshausen. Walter Eisenkrämer war bis zu seinem Tod vor fünf Jahren Geschäftsführer. Nachfolger wurde Carsten Brück. Er spielt die Tuba, zudem E-Bass und ist seit 20 Jahren mit dabei. In dieser Zeit hat er keinen der Auftritte des Ensembles versäumt. Das ist bekennende Leidenschaft. Die spielte auch eine Rolle, als er seine Frau Katja über und durch die Musik kennenlernte. Sie war seinerzeit bei der neuen Schwalbacher Blasmusik tätig, wo Brück aushalf. Sogar die kirchliche Hochzeit im Jahr 2005 wurde kurzerhand um zwei Wochen verschoben, weil ein Verein Not hatte, für sein Fest eine Kapelle zu gewinnen und Brück spontan zusagte, auszuhelfen. Auch der dreijährige Sohn Paul hat die Musik bereits im Blut, singt die »Vogelwiese« und trommelt bereits wie ein Großer.

Die Biebertaler Musikanten - das sind aktuell 15 Musiker mit dem Gesangsduo und Tontechniker. Musikalischer Leiter ist Andreas Tröster. Sie machen Stimmung auf Großveranstaltungen wie dem Ochsenfest in Wetzlar oder auf der Pohlheimer Wies’n. Die Zeiten häufiger Auftritte bei großen Veranstaltungen im Fernsehen oder im Rundfunk sind vorbei. Fünf Tonträger wurden aufgenommen. Ungezählte Preise gingen auf ihr Konto.

Von ihrem Können, ihrer Spontaneität und ihrer Leidenschaft haben die Biebertaler Musikanten nichts eingebüßt. Das wollen sie auch am 30. November ab 19.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) bei ihrem Jubiläumskonzert im Bürgerhaus Rodheim beweisen. Restkarten gibt es noch im Vorverkauf für 13 Euro bei Carsten Brück (Tel. 01 72/6 97 29 48).

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