12. November 2018, 21:23 Uhr

Erinnerung bewahren an Süßkinds und Rosenthals

12. November 2018, 21:23 Uhr
Schülerinnen der Gesamtschule Gleiberger Land mit Lehrerin Gertrud Ritscherle gestalten das Gedenken mit. (Foto: mo)

Seine klare Antwort: »Ja. Denn es zeigt sich, dass wir leider nicht alles überwunden haben, was da an Schmähungen, Menschenverachtung, Verleumdung und Hass aufgebrochen war und sich gegen die Juden richtete, denen unendliches Leid geschah.«

Die gut besuchte Gedenkveranstaltung fand erstmals in der Margarethenkirche statt und wurde von Dr. Ulrich Eskens mit Klezmer-Musik bereichert.

Prädikantin Amrei Magdanz las Psalm 74, ein Gebet um Hilfe bei schrecklicher Verwüstung des Heiligtums. Konfirmanden erinnerten an den Text der Gedenktafel zur Erinnerung an die Krofdorfer Juden draußen an der Kirchmauer. Dort wurden Kerzen entzündet und Steine abgelegt. Im Mittelpunkt der Gedenkfeier stellten Schüler der Gesamtschule Gleiberger Land vor, was sie mit dem Lokalhistoriker Manfred Schmidt und Lehrerin Gertud Ritscherle im Schulprojekt »Auf den Spuren jüdischen Lebens in Krofdorf« erarbeitet haben. Es sind Begebenheiten, die aufzeigen, wie politischer Druck, gepaart mit Angst und Androhung von Folgen für die eigene Sicherheit und das eigene Leben, zum Bau von Mauern und Grenzen führen. Schon im Mai 1933 wurde Sally Süßkind aus dem Turnverein ausgeschlossen, dem er 40 Jahre angehört hatte. Dieser Ausschluss hat ihm, der sich auch sehr für den Bau der Turnhalle eingesetzt hat, das Herz gebrochen. Familie Rosenthal wurde am 24. Juli 1942 nach Wetzlar und von dort nach Theresienstadt deportiert, wo sie im September ermordet wurden. Familie Süßkind wanderte 1937 aus.

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