15. Oktober 2018, 21:51 Uhr

»Familienbesuch ist anstrengend«

15. Oktober 2018, 21:51 Uhr
Mutter Cäcilie (Heike Diehl, r.) trifft auf Dr. Dr. Schanz (Carmen Gäth). (Foto: con)

Plötzlich meldet die Mutter einen spontanen Besuch an – das stürzt Agnes Adolon in große Probleme: Denn Agnes ist Tochter einer großen Hoteldynastie und residiert gerade statt in einer großen Villa in einer Psychiatrie. Wie also empfängt man hier Besuch, ohne dass dieser bemerkt, das er in einer Klapsmühle ist? Das ist die Ausgangslage der »irren« Komödie »Neurosige Zeiten« von Winnie Abel, die am Samstag im Bürgerhaus Langgöns Premiere feierte.

Die Theatergruppe »Friends on Stage« des Gesangvereins Germania Langgöns bereitete sich seit Monaten auf den großen Abend vor. Die weitere Handlung des Stücks: Kurzerhand beschließen Agnes (gespielt von Kerstin Koch) und ihre skurrilen Mitbewohner in der Langgönser Psychiatrie-Wohngruppe, der Mutter Cäcilie (Heike Diehl) etwas vorzuspielen und wie »ganz normale« Menschen zu wirken. Das wahnwitzige Verwechslungsspiel nimmt seinen Lauf. Der zwangsneurotische Hans (Marcel Diehl) muss den langjährigen Lebenspartner mimen, die wahnhafte Marianne (Margit Schmidt) wird als Haushälterin ausgegeben und die manisch-depressive Künstlerin Walli (Sabine Röhm) wird zu Agnes Facility-Managerin erklärt – ein Vorhaben, das nach hinten losgehen muss.

Mutprobe für Schlagerstar

Zudem darf die Klinikleiterin Dr. Dr. Schanz (Carmen Gäth) von der ganzen Sache nichts mitbekommen, und das auch noch am gemeinsamen Aktiv- und Bastelabend. Als dann auch noch spontan eine vermeintliche Leiche vor allzu neugierigen Blicken versteckt werden muss, ist das Chaos letztlich komplett – oder vielleicht doch nicht?

In drei Akten konnten die Zuschauer miterleben, wie Agnes und ihre bunt zusammengewürfelten Freunde ihre Situation mehr schlecht als recht vor den neugierigen Blicken von Cäcilie zu verbergen versuchen – garniert mit jeder Menge Situationskomik und einer sich immer mehr zuspitzenden Handlung: Plötzlich taucht auch noch Schlagerstar Hardy Hammer in der Psychiatrie auf, um als Mutprobe im Auftrag der »BILD«-Zeitung eine Nacht bei seiner Stalkerin Marianne zu verbringen und Agnes Mutter muss eine Nacht in einer Gummizelle erleben. »Familienbesuch ist so anstrengend«, kommentiert Agnes den Verlauf der Handlung. Wie das Ganze ausgeht, wird hier natürlich nicht verraten, aber es wartet noch manch eine Überraschung auf die Zuschauer – Lacher sind dabei garantiert, was auch im Langgönser Bürgerhaus spürbar war.

Wer das Stück noch kurzentschlossen sehen möchte, der hat in knapp zwei Wochen noch einmal die Gelegenheit: Am Freitag, dem 26. Oktober, wird »Neurosige Zeiten« ab 19 Uhr in der Sport- und Kulturhalle in Garbenteich aufgeführt (Einlass ab 18 Uhr), ebenso am Samstag, dem 27. Oktober, ab 18 Uhr (Einlass ab 16 Uhr – mit Kaffee und Kuchen).

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