26. Februar 2018, 20:38 Uhr

Feste Größe im Bedarfsfall

26. Februar 2018, 20:38 Uhr
Die DRK-Kleiderkammer in Lich (hier bei der Eröffnung der neuen Räume 2016) versorgt Menschen, die wenig Geld haben, mit günstigen Textilien. (Fotos: kjg, us/Archiv)

Das 150-jährige Bestehen prägt 2018 das Geschehen beim DRK Lich. Anlässlich der Begrüßung zur Jahreshauptversammlung der DRK-Ortsvereinigung stellte Vorstandsvorsitzende Dr. Christiane Prinzessin zu Solms-Lich die nächsten Höhepunkte im Jubiläumsjahr vor. Am 8. Mai werde in der Kreisvolkshochschule die Jubiläumsausstellung »Global – Lokal« durch die stellvertretende DRK-Präsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg eröffnet. Die Vorsitzende dankte den Damen und Herren des Seniorenzentrums in Lich, die bei der »Übersetzung« der alten deutschen Schriften für das Archiv und die Ausstellung geholfen haben. Dieter Groß wurde vom Präsidenten des DRK Kreisverbandes Marburg-Gießen, Dr. Klaus Döring, für seine 40-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt. In ihrer Laudatio hob Dr. Christiane zu Solms dessen Engagement als Zugführer und als Leiter des Jugendrotkreuzes sowie dessen Einsatzbereitschaft und Kompetenz hervor.

Für die Kreismitgliederversammlung wurden als Delegierte Mario Brandel, Dieter Groß, Sascha Haas, Dr. Christiane Solms, Hannah Seipp, Hildtrud Keil, Karin Schmidt und Simone Albrecht gewählt.

6637 Stunden für die Gemeinschaft

Dr. Solms unterstrich die gute Zusammenarbeit der einzelnen Säulen des Licher DRK und die Leistungen für die Licher Bevölkerung. So seien im städtischen Bürgerbüro sowie in der Sporthalle der Dietrich-Bonhoeffer-Schule je ein Defibrillator installiert worden. Im Herbst habe Katharina Haas einen gut besuchten Erste-Hilfe-Kurs abgehalten. Bereitschaftsleiter Mario Brandel bezifferte die Zeit, die die Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr für die Gemeinschaft geleistet haben, auf insgesamt 6637 Stunden, davon alleine knapp 2000 für Ausbildung, 2045 für Sanitätswachdienste, 1400 für die Kleiderkammer und 460 für das »Cafe Vergißmeinnicht«. Sorge bereite ihm die Garage am Schwanensee, in der es weder sanitäre Einrichtungen noch eine Heizung gebe. Inzwischen falle teilweise der Putz von der Decke. Rolf Weppler berichtete vom Schulsanitätsdienst der DBS (Jugendrotkreuz), der 15 Mitglieder habe und im vergangenen Jahr viele Übungseinheiten absolviert und bei den vier Blutspenden im Don-Bosco-Saal geholfen habe. Einmal im Monat treffen sich die Rotkreuz-Senioren bei Kaffee und Kuchen sowie Vorträgen. Im »Cafe Vergißmeinnicht« treffen sich Senioren einmal in der Woche nachmittags; sie werden von DRK- und Diakonie-Helfern betreut. Die Kleiderkammer habe einen hohen Stellenwert und werde derzeit von 35 bis 40 Familien (Hartz-IV-Empfänger und Bedürftige) aus Lich und Umgebung genutzt. »375 Blutspender haben an vier Terminen im Don-Bosco-Saal ihr Blut für Unfallopfer und Schwerkranke gespendet«, erläuterte Simone Albrecht für die erkrankte Karin Schmidt.

In einem Film wurde sehr anschaulich über das Werk Henri Dunants, des Gründers des IKRK, sowie über einzelne Leistungen des DRK wie den Hilfszug, der bei der Sturmflut in Norddeutschland 1962 eingesetzt war, und die weltweiten Hilfen des DRK bei Katastrophen informiert. Ulrich Welter, Bereitschaftsleiter der DRK-Bereitschaft Marburg Mitte, referierte über die internationale Rotkreuz-Arbeit unter dem Motto »Hilfe im Zeichen der Menschlichkeit«. Dabei hatte er die Krisengebiete Bangladesch, Jemen, Somalia und Syrien im Blick. Er sprach über die Ebola-Katastrophe, die bis zu uns spürbar war, die Erdbeben in Haiti und Nepal, die Flüchtlingshilfe im In- und Ausland, die vor allem im Ausland für die Helfer besondere Gefahren gebracht habe. Er lobte die Zusammenarbeit der verschiedenen Rotkreuz-Gesellschaften und berichtete, dass auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise kanadische und US-amerikanische RK-Gesellschaften mit Betten und Decken – insgesamt etwa 25 000 Stück – ausgeholfen haben.

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