17. Mai 2019, 21:48 Uhr

Für technische Sanierung

17. Mai 2019, 21:48 Uhr
Zweckmäßig, aber schmucklos zeigt sich die Brücke für die Nutzer.

Die alte Lahnbrücke bei Ruttershausen war erneut auf der Tagesordnung des Bauausschusses. 1901 erbaut, wurde sie in den 70er Jahren ertüchtigt, ein breiter Überbau für die Lastwagen draufgesetzt. 1991 war die Querspange fertig geworden und die Brücke fiel verkehrstechnisch in den Dornröschenschlaf. Anlässlich des Programms Dorferneuerung in Rutterhausen erinnerte man sich ab 2006 ihrer erneut. Es war dem damaligen Arbeitskreis äußerst wichtig, dass die Brücke ihr historisches Gusseisengeländer zurückbekäme und der Überbau (Portal) verschwände.

Beton zu Naturstein?

Freilich wurde das Vorhaben in der Größenordnung von 800 000 Euro gehandelt. Eigentlich wäre dies viel zu teuer. Die Jahre vergingen und das Dorferneuerungsprogramm endete in Ruttershausen. 2012 war die gesamte Stadt Lollar in das Nachfolgeförderprogramm Dorfentwicklung aufgenommen worden. Über die Lahnbrücke wurde weiter diskutiert, doch es passierte nichts. Hinzukam, dass das Ingenieurbüro Best (Lahnau) bauliche Mängel feststellte, die vorrangig saniert werden müssten, um die Brücke zu erhalten.

Vor einiger Zeit schon stellte Best-Mitarbeiter Jens Gelzenleuchter dem Bauausschuss der Stadt verschiedene Modelle vor, angefangen von der reinen Sanierung bis hin zu einer Kombination von Sanierung und Neugestaltung im historisierenden Gewand. Dabei galt es auch zu beachten, bei welcher Variante der Fördertopf aus der Dorfentwicklung zum Tragen käme. Nun stand das Thema erneut auf der Tagesordnung des Bauausschusses. Vom damaligen Arbeitskreis Dorferneuerung waren Martina Karber und Michael Sauer anwesend und erläuterten nochmals ihr Anliegen.

Karber nannte den Wunsch der Ruttershäuser auf Zurückführung der Brückenoptik in ein historisches Bauwerk »die Krönung der Dorferneuerung«. Noch wichtiger als ein Gusseisengeländer (es könne auch ein auf alt getrimmtes Stahlmodell sein) seien der seitliche Abbruch der Kappen und die Umwandlung der Portale von Beton in Naturstein. Dem Ausschuss lagen bezüglich der Varianten jeweils die Kosten schwer im Magen. Cornelia Maykemper (FDP): »Man kann nicht ausgeben, was nicht da ist.«

Der einstimmige Beschluss umfasste einen Kompromiss. Die notwendige technische Sanierung für 120 000 Euro wird ausgeführt. Der Magistrat prüft außerdem, ob und in welcher Höhe es für die Wünsche aus der Dorferneuerung (Geländer, Portale, Kappen) Fördermöglichkeiten gibt. Wenn das geklärt ist, wird darüber erneut beraten.

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