07. November 2019, 21:37 Uhr

Gedenken an den Reformator

07. November 2019, 21:37 Uhr
Einweihung der Tafel mit (v.l.): Pfarrer Stefan Schröder, Grafiker Gerd Höricht und Werner Heibertshausen (Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte). (Foto:pm)

Die Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte Allendorf hat kürzlich ihre vierte Gedenktafel eingeweiht. Diese Tafeln erinnern an Ereignisse der Vergangenheit in der Kleinstadt. Eine Gedenktafel steht in Nordeck am mittelalterlichen Brunnen, am Pfarrhaus ist der Besuch von Johann Christian Senckenberg festgehalten und an der Kirchmauer weist eine große Gedenktafel auf die verheerenden Brände in Allendorf hin.

Die vierte Gedenktafel widmet sich nun der Luther-Linde am Pfarrhaus. Die Linde wurde, wie die Arbeitsgemeinschaft mitteilt, zum 400. Geburtstag von Martin Luther am 10. November 1883 gepflanzt. Sie ist in diesem Jahr schon 136 Jahre alt und steht inzwischen unter Denkmalschutz. »Für unsere Vorfahren war dieser Platz von großer Bedeutung, hier traf man sich am Abend, um Neuigkeiten auszutauschen und auch zusammen Lieder zu singen. Jetzt hat dieser Platz mit der Gedenktafel einen würdevollen Namen«, heißt es in der Mitteilung. Auf dem Text der Tafel wird unter anderem darauf verwiesen, dass Luther in Erfurt offenbar zwei Allendorfer Kommilitonen hatte: »Antonius Currificis de Allendorf an der Lumda« und »Johannes Schaffnicht de Allendorf«. Außerdem wird auf den historischen Kontext verwiesen: »Zunächst hatte Martin Luther vor allem in der evangelisch-lutherischen Kirche eine große Bedeutung. In vielen Kirchen hingen Porträtbilder von Luther. In der Zeit, als Deutschland zu einer Nation im 19. Jahrhundert zusammenwuchs, wurde Martin Luther zu einer Nationalfigur erhoben. In den Reformationsstädten Wittenberg und Worms entstanden große Luther-Denkmäler. In der Tat verdanken wir Martin Luther durch seine Bibelübersetzung, dass Deutschland eine einheitliche Sprache bekam.

Den Text auf der Gedenktafel hat Pfarrer Stefan Schröder verfasst, die Tafel hat Gerd Höricht erstellt. Die Stiftung der Sparkasse Gießen hat, wie auch bei den anderen Gedenktafeln, die Kosten übernommen.

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