30. Juli 2019, 05:00 Uhr

Golden Oldies

Golden Oldies: Wettenbergs Bürgermeister mahnt Veränderungen an

Gut 70 000 Besucher kamen zur 30. Auflage der Golden Oldies. Wettenbergs Bürgermeister Thomas Brunner zeigt sich insgesamt zufrieden. Dennoch sagt er: »Wir müssen uns modernisieren.«
30. Juli 2019, 05:00 Uhr

Die 30. Golden Oldies gehören schon wieder der Vergangenheit an. Doch nach dem Festival ist vor dem Festival, und so wird Wettenbergs Bürgermeister Thomas Brunner in den kommenden Tagen Gespräche mit allen Beteiligten führen: Was ist gut gelaufen und was ist noch verbesserungswürdig? Sein persönliches Resumee zieht Brunner vorab im Interview.

Herr Brunner, waren nach dem Einbruch der Besucherzahlen im vergangenen Jahr wieder mehr Festivalgänger bei den Golden Oldies?

Thomas Brunner: Wir können die Besucher nicht wirklich zählen. Aber ich gehe davon aus, dass es so um die 70 000 waren. Zum Teil ist das sicher dem Wetter zu verdanken. Wir hatten in diesem Jahr günstigere Bedingungen als im letzten.

Kommt der Ort bald an seine Grenzen?

Brunner: Wir haben das Musik- und Bühnenprogramm neu strukturiert, um die Besucher auf der relativ großen Fläche etwas zu verteilen. Das wollen wir in den nächsten Jahren beibehalten. Ich denke, es herrschte am Wochenende ein ganz gutes Durchkommen. Anders wäre es nicht tragbar und auch ein Sicherheitsrisiko. Aber in diesem Ausmaß kann das Dorf die Veranstaltung noch tragen.

Der Abschleppwagen war vor allem abends häufig im Einsatz. Gibt es zu wenig Parkplätze?

Brunner: Es gibt immer wieder Menschen, die nicht verstehen, dass auch Busse und Rettungswagen durchkommen müssen. Ich weiß nicht genau, wie viele abgeschleppt wurden, aber es war alles im Rahmen. Die Felder waren in diesem Jahr schon abgemäht und abgeerntet, so dass und auch diese Flächen zur Verfügung standen. Und es war nicht so trocken, dass Brandgefahr bestand. Das Angebot war gut, auf diesem Gebiet hatten wir keine Probleme.

Macht das die Shuttlebusse überflüssig?

Brunner: Nein. Wir wollen weiterhin Transportkapazität und Verlässlichkeit bieten. Es kann schon einmal vorkommen, dass der Bus nur halbvoll ist. Aber lieber so als andersherum. Wir wollen die Leute auch nicht zu lange warten lassen. Vor allem nicht bei der Hitze.

Stichwort Hitze: Wie oft musste der Rettungsdienst ausrücken?

Brunner: Es gibt immer mal wieder kleinere Vorfälle wie beispielsweise Wespenstiche. Etwas Gravierendes ist mir bisher nicht bekannt.

Gab es ansonsten besondere Vorfälle? Mit Randalierern, Dieben oder Betrunkenen?

Brunner: Nach meinem Kenntnisstand bis jetzt nicht. Dazu sind die Gespräche mit Polizei, Feuerwehr, Abschleppdienst, Busunternehmen, Sicherheitsdienst, Gastronomen und DRK wichtig. Wäre etwas aus der Reihe gewesen, hätte ich es mitbekommen.

Die angekündigten Taschenkontrollen wurden nicht regelmäßig durchgeführt, warum?

Brunner: Wir haben die Kassen mit dem Sicherheitsdienst besetzt und die Verantwortung ihm überlassen, ob er Taschen kontrolliert oder nicht. Bei uns besteht ja kein Verbot, Flaschen oder dergleichen mitzubringen. Außerdem hatten wir dafür geworben, auf größere Taschen und Rucksäcke zu verzichten. Das hat sehr gut geklappt.

Was nehmen Sie aus der 30. Auflage mit ins kommende Jahr?

Brunner: Wir müssen uns verändern, modernisieren. Das war in diesem Jahr noch nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Das Festival soll in seinen Grundzügen unberührt bleiben, aber wir wollen eine neue Generation von Publikum ansprechen.

Wie soll das konkret aussehen?

Brunner: Das fängt schon beim Essensangebot an. Wir hatten am Wochenende beispielsweise einen Foodtruck da. Es gab auch eine Chill-out-Area und allgemein ruhigere Ecken. Wir müssen aber noch ein bisschen radikaler werden, das wird von den Leuten auch erwartet. Ja, wir haben junge Besucher, aber noch nicht das Angebot, um sie als Dauerkunden zu gewinnen.

Was war denn Ihr persönliches Highlight bei den 30. Golden Oldies?

Brunner: Positiv überrascht war ich von Roberto Blanco. Er ist wirklich ein ganz sympathischer Mensch. Wie er so spontan auf unsere Gäste eingegangen ist, war richtig toll. Das ist sicher etwas, das mit der 30. Auflage in Erinnerung bleibt.

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