30. Oktober 2018, 21:42 Uhr

Gute Laune im Doppelpack

30. Oktober 2018, 21:42 Uhr
Das Abendessen mit den »Vorzeigekindern« wird zur Geduldsprobe für die Eltern. (Foto: lbh)

Gleich die doppelte Portion Theater gab es am Samstagabend in Dorf-Güll: die Theatergruppe »Die Frösche« präsentierte »Die Vorzeigekinder« und »Halleluja, Pfarrer Brandt«. Bei dem ersten Stück handelte es sich um einen Sketch, in dem eine Familie eigentlich nur gemeinsam zu Abend essen will. Dann aber machen die Launen der drei Teenie-Töchter Cindy-Eileen, Mandy-Marie und Mathilda – gespielt von Julia Pitasch, Sophie Runge und Charlotte Düringer – dieses Unterfangen mehr als nur kompliziert und zusätzlich noch äußerst nervenaufreibend. Als dann die »Fee der verzweifelten Eltern« erscheint und den besagten den Wunsch nach »Vorzeigekindern« erfüllt, wird die Zeit um eine halbe Stunde zurückgedreht, und die drei zuvor zankenden und meckernden Töchter sind plötzlich so gewandelt, dass die Harmonie fast nicht auszuhalten ist. Schließlich platzt dann doch dem Vater (Matthias Rüb) der Kragen, da er eigentlich nur sein Fußballspiel anschauen möchte und die Vorträge der Töchter über ihre fleißigen Bestrebungen im Lateinunterricht nicht mehr aushält.

Turbulente Dorfkomödie

Im Stück »Halleluja, Pfarrer Brandt« ging es um Robert Sander, einen mittellosen Mann, der eigentlich einen Minijob im Dorf antreten soll. Als er jedoch auf dem Weg dorthin die Leiche des neuen Pfarrers entdeckt, kommt ihm die Idee, einfach in dessen Rolle zu schlüpfen. So gibt sich Robert Sander, gespielt von Axel Wetzel, als Pfarrer Thomas Brandt aus und stellt im Nu die Gemeinde auf den Kopf. Und da er seinen Job überraschenderweise gar nicht mal so schlecht macht, kommen natürlich auch alle wichtigen Personen des Ortes mit ihren großen und kleinen Problemen zu dem bald sehr beliebten Pfarrer. Da gibt es zum einen die korrupte Bürgermeisterin und gleichzeitig einzige Bestattungsunternehmerin vor Ort, Uta Schöffelmann (Anni Müller), die in allem nur ihren Vorteil sieht und sich stets von der Opposition bedroht fühlt. Die Nichte der Bürgermeisterin, Gaby (Lillit Görges), will eigentlich Sängerin werden und lehnt sich gegen ihre Patentante. Lokalreporterin Renate Rosenkranz (Birgit Seehawer) ist stets auf der Jagd nach der nächsten großen Schlagzeile; Dorfsheriff Rainer Axt (Matthias Rüb) möchte der Gemeindesekretärin Melanie Vogelsang (Susanne Schmidt) einen Heiratsantrag machen. Das gefällt dem falschen Pfarrer aber gar nicht: Der hat sich selbst in die Sekretärin verliebt, was ihn als angeblich katholischen Pfarrer vor größere Probleme stellt. Als dann auch noch Paula Steinebach (Barbara Becker), eine alte Bekannte des falschen Pfarrers, aufkreuzt, droht der ganze Schwindel aufzufliegen.

So konnte das Publikum am Samstag einen Abend mit guter Laune und vielen Lachern verbringen. In der Pause zwischen den beiden Theaterstücken gab es zunächst noch ein Geschenk für den Gründer der Theatergruppe, Klaus Haas: Man konnte ein selbstgemaltes Werbebild der »Frösche« ersteigern. Der Erlös aus dieser Versteigerung wurde der Kirchengemeinde gestiftet.

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